Über uns

Wir sind eine kontinuierlich wachsende Beteiligungsholding. Unser Fokus liegt sowohl in der Weiterentwicklung der bestehenden Gruppenunternehmen als auch in der Akquisition neuer Beteiligungen.

Unternehmer mit langer Historie

Wir haben die VTC seit Mitte der 1990er Jahre gemeinsam auf­gebaut. Zu Beginn haben wir im Auftrag von Investoren als klas­sische Private Equity-Gesellschaft agiert, seit Anfang der 2000er-Jahre verfolgen wir jedoch unsere ursprüng­liche Vision: Wir inves­tieren aus­schließlich unsere eigenen, selbst erwirt­schaf­teten Mittel und sind dadurch selbst zu Unter­nehmern geworden. Uns treibt die lang­fristige Weiter­entwicklung der VTC und ihrer Gruppen­unter­nehmen und nicht die kurz­fristige Perspektive auf einen schnellen Exit.

Holding mit Mehrwert

Wir verstehen uns als Sparrings­partner des Managements unserer Betei­li­gungen. Dabei unter­stützen wir bei der Strategie­ent­wicklung oder selektiv in stra­te­gischen Projekten. Die Grup­penun­ternehmen agieren eigenständig und autark, die Holding hält keine Zentral­funktionen vor. Wir vermeiden operative und finanzielle Ver­flech­tungen zwischen unseren Betei­li­gungs­unternehmen und stärken statt­dessen die Flexi­bili­tät und Hand­lungs­fähigkeit des Managements vor Ort.

Professionelle Akquisitionsprozesse

Mit unserer langjährigen Erfah­rung und unserem soliden finan­ziellen Back­ground – die Holding ist voll­ständig eigenkapital­finanziert – sind wir in Veräuße­rungs­pro­zessen seriöse und zuver­lässige Gesprächs­partner für Unter­nehmer oder Konzerne. Da wir selbst Unternehmer sind, können wir uns gut in die Situation unserer Gegenüber hinein­ver­setzen. Aufgrund unserer Struktur können wir schnell entscheiden und individuell angepasste Betei­li­gungs­modelle anbieten.

Werteorientierte Firmenkultur

Unser Team ist über die letzten zwei Jahrzehnte kontinuierlich gewachsen. Unsere Firmenkultur basiert auf Werten, die wir auch in unsere Gruppen­unter­nehmen trans­por­tieren. Für uns steht nicht nur die Erreichung kurzfristiger finanzieller Ziele im Vordergrund, sondern wir achten auf die lang­fris­tigen Aus­wir­kun­gen unseres Handelns. Unsere Investition in ein Unter­nehmen bedeutet gleichzeitig ein starkes Commitment gegenüber den Kunden, Mitar­beitern und Fremd­kapi­tal­gebern.

Unser Wertekatalog

VTC in Zahlen

EUR > 500 Mio.
Jahresumsatz
> 4.500
Mitarbeiter
EUR 300 Mio.
Eigenkapital
bis EUR 50 Mio.
Eigenkapital pro Transaktion

Das VTC-Team

Philipp Härtel
Philipp Härtel
Investment Analyst

Philipp Härtel ist seit 2020 Teil des Teams von VTC. Er arbeitet an laufenden Transaktionen und ist mit der Sondierung potentieller Beteiligungen und Märkte betraut.

Vor seinem Einstieg bei VTC war er im M&A Team von Harris Williams in Frankfurt tätig. Zu seinen weiteren Stationen zählen unter anderem die Beteiligungsgesellschaft Gimv, KPMG und ING Corporate Finance.

Herr Härtel hält einen Bachelor of Science in Ökonometrie der Universität Maastricht sowie einen Master of Science in Corporate Finance der Rotterdam School of Management.

Christian Kalasch
Christian Kalasch
Senior Investment Manager

Christian Kalasch ist seit 2016 bei der VTC. Er begleitet Unter­nehmens­transaktionen und ist in die Entwicklung der Beteiligungs­unternehmen u.a. bei der Betreuung von Add-on-Projekten eingebunden.

Von 2011 bis 2015 war er im M&A der Commerzbank (Frankfurt und London) und bei der Investment Bank William Blair in Frankfurt, London und Chicago tätig. Er betreute eine Vielzahl von M&A-Transaktionen sowohl auf der Käufer- als auch auf der Ver­käufer­seite und beriet seine Klienten bei stra­tegi­schen Portfolio-Optimierungen. Seine Branchen­schwerpunkte lagen dabei im Bereich Industrie, Gesund­heits­wesen und im Dienst­leis­tungs­sektor.

Christian Kalasch hält einen Bachelor of Science in Betriebs­wirt­schafts­lehre (Schwerpunkt: Finance & Accounting) der Ludwig-Maximilians-Universität, München sowie einen Master of Science in Finance der University St Andrews, Schottland.

Christian A. König
Christian A. König
Investment Analyst

Christian König ist seit 2019 Teil des Teams von VTC. Er arbeitet an laufenden Transaktionen und ist mit der Sondierung potentieller Beteiligungen und Märkte betraut.

Vor seinem Einstieg bei VTC sammelte er bereits erste Erfahrungen im Beteiligungsgeschäft. Zu seinen Stationen zählen unter anderem Maxburg Capital Partners, Waterland Private Equity sowie die Leveraged Finance Division der UniCredit Bank.

Herr König hält Bachelor Abschlüsse in Volks- und Betriebswirtschaft sowie einen Master of Science mit Schwerpunkt Finance & Accounting der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Jürgen Leuze
Jürgen Leuze
Managing Partner

Jürgen Leuze hat in den Anfangsjahren der VTC an verschiedenen Indus­trie­konsoli­die­rungen mitgewirkt und zeitweise auch Geschäfts­führungs­mandate in Betei­ligungs­unter­nehmen übernommen. In den letzten Jahren hat Jürgen Leuze an diversen Unter­nehmens­trans­aktionen mitgewirkt und dabei breite Erfahrung in den Berei­chen Erneuerbare Energien sowie Industrie aufgebaut. Jürgen Leuze verant­wortet die Beteili­gung der VTC an der Baettr Holding GmbH.

Vor seinem Studium war Jürgen Leuze für die HypoVereinsbank AG in München tätig. Er kommt aus einer Unter­nehmer­familie in Baden-Württemberg und ist aktiver Gesell­schafter in der familien­eigenen Industriegruppe.

Jürgen Leuze hat einen Abschluss als lic.oec. (HSG) in Betriebswirtschaft mit der Vertiefung in Finanz- und Rech­nungs­wesen der Universität St. Gallen, Schweiz.

Stefan Leuze
Stefan Leuze
Managing Partner

Stefan Leuze hat zahlreiche Transaktionen der VTC in Deutsch­land und in der Schweiz begleitet, viele davon im Maschinen- und Anla­gen­bau. Er verantwortet die Betei­ligungen der VTC an der Sesotec GmbH und der JK-Gruppe.

Vor seiner Zeit bei der VTC war Stefan Leuze Partner einer Bera­tungs­firma und dort unter anderem als Interim Geschäfts­führer mit der Neu­aus­richtung mittel­stän­discher Unterneh­men betreut. Zu Beginn seiner Karriere war er für die Strate­gieberatung Bain & Company in München und London sowie für die HypoVereinsbank AG in München tätig. Darüber hinaus ist er im Verwal­tungs­rat der fami­lien­eigenen Unter­nehmens­gruppe tätig.

Stefan Leuze hat einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Julius Mährlein
Julius Mährlein
Investment Director

Julius Mährlein ist seit 2015 für die VTC tätig. Er begleitet Unter­neh­mens­transak­tionen und ist in die Ent­wick­lung der Beteili­gung­sunter­nehmen eingebunden.

Von 2011 bis 2014 war er für die Investment Bank GCA Altium tätig und hat an einer Vielzahl von M&A-Transaktionen auf der Käufer- wie auch Verkäuferseite mitgewirkt. Zudem hat er in seiner Zeit bei GCA Altium umfangreiche Kapital­markt­erfahrung erworben. Seine Branchen­schwer­punkte waren dabei Kon­sum­güter und Handel.

Julius Mährlein hält einen Bachelor sowie einen Master of Science in International Business der Universiteit Maastricht, Niederlande.

Richard G. Ramsauer
Richard G. Ramsauer
Managing Partner

Richard Ramsauer hat für die VTC zahlreiche Unternehmens­trans­ak­tionen in den Berei­chen Industrie, Infra­struktur­technik und Elektronik durchgeführt. Er betreut die Betei­li­gung der VTC an der FRIWO AG. Richard Ramsauer ver­ant­wortet auch die Öffentlichkeits­arbeit der VTC.

Zuvor war Richard Ramsauer mehrere Jahre für die Strategie­beratung Bain & Company in München und Stockholm tätig. Während seiner Beratungs­tätigkeit verantwortete er Effizienz­programme und Strategie­projekte im Industrie- und Rohstoff­sektor. Darüber hinaus ist Richard Ramsauer im familien­eigenen Forstbetrieb aktiv.

Richard Ramsauer hat einen Abschluss als lic.oec. (HSG) in Betriebs­wirtschaft der Uni­versität St. Gallen, Schweiz, sowie einen MBA der University of Chicago, USA. Richard Ramsauer ist österreichischer Staatsbürger.

Dr. Thomas Robl
Dr. Thomas Robl
Managing Partner

Vor Gründung der VTC im Jahr 1992 war Thomas Robl mehrere Jahre für die IMM Industrie Management München tätig, damals eine der ersten deutschen Betei­li­gungs­gesell­schaften.

Während seiner Tätigkeit bei der VTC hat Thomas Robl seine umfang­reiche Trans­aktions­erfahrung im Rahmen von zahl­reichen Unter­neh­mens­trans­ak­tionen einge­bracht. In den Anfangsjahren der VTC hat er eine Reihe von Industrie­konsoli­dierungen umgesetzt und bei einzelnen Betei­li­gungen auch operative Ver­ant­wortung übernommen. Thomas Robl hat bei der Gründung eines führenden Emissions­hauses für Private Equity Dachfonds mitgewirkt und sitzt heute im Auf­sichtsrat der Gesell­schaft.

Thomas Robl hat einen Abschluss als Dr. rer. nat. in Physik der Technischen Universität München sowie einen MBA von INSEAD, Frankreich.

Dr. Ulrich Wolfrum
Dr. Ulrich Wolfrum
Partner

Ulrich Wolfrum ist seit 2000 bei der VTC und hat bei zahlreichen Unter­nehmens­transaktionen mitgewirkt sowie diverse strategische Projekte und Add-on-Akqui­si­tionen bei Beteiligungs­firmen verantwortet. Er ist heute Ansprech­partner für M&A-Berater bzw. Invest­ment­banken und verantwortet den Bereich Deal Generation bei der VTC.

Nach seinem Studium war Ulrich Wolfrum mehrere Jahre für die Strate­gie­beratung A.T. Kearney in München und Düsseldorf tätig. Sein Schwerpunkt lag auf Kunden in den Bereichen Konsum­güter, Handel und Energie, bei denen er neben Effizienz­steige­rungen auch an der Entwicklung und Umsetzung von Strategie­projekten mitwirkte. Er konnte hierbei auf die Erfahrungen aus seinem elterlichen Unternehmen zurückgreifen.

Ulrich Wolfrum hat einen Abschluss als Dr. oec. publ. sowie Diplom-Kaufmann der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Karriere

Derzeit bieten wir folgende offenen Stellen an:

Investment Associate (m/w/d)

Unsere Mehrheitsbeteiligungen

Baettr Holding GmbH

Baettr  ist ein führender Komponentenlieferant für die Windindustrie. Die Firma ist spezialisiert auf die Serienproduktion von kundenspezifischen Großgusskomponenten für On- und Offshore Märkte inkl. CNC-Bearbeitung, Oberflächenbehandlung sowie Vormontageleistungen. Die internationale Präsenz mit drei Gießereien, zwei Bearbeitungsstandorten und zwei Standorten zur Oberflächenbearbeitung in Europa und Asien ermöglicht es Baettr, weltweit Kunden zu beliefern.

Sitz
Stade (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
240
Mitarbeiter
1.100
FRIWO AG

Die FRIWO AG entwickelt, produziert und vertreibt als international agierender Systemanbieter von Hard- und Softwarelösungen leistungsfähige und hochwertige Produkte entlang des elektrischen Antriebsstrangs. Wesentliche Anwendungsbereiche sind die Elektromobilität, mobile Werkzeuge, die Medizintechnik und diverse industrielle Applikationen. Durch eine globale Produktions- bzw. Beschaffungsstruktur ist es der FRIWO möglich, technologisch führende Produkte zu überzeugenden Preisen anbieten zu können.

Sitz
Ostbevern (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
100
Mitarbeiter
>2.500
JK-Gruppe GmbH

Die JK-Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller von Investitionsgütern für die Besonnungs-, Fitness- und Beauty-Branche. Am Standort Windhagen entwickelt und produziert das Unternehmen Geräte unter den Markennamen „Ergoline“, „Beauty Angel“, „Sonnenengel“ und „Wellsystem“. Die Anwendungsbereiche umfassen kosmetische Besonnungen, Rotlicht- und Nahinfrarot-Anwendungen für schönere Haut sowie Wasserstrahl-Massagen.

Sitz
Windhagen (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
85
Mitarbeiter
350
Sesotec GmbH

Die Sesotec produziert Geräte und Systeme für die Fremdkörper­detektion /-separation, die Produkt­inspek­tion und die Sortierung von Stoffströmen für die Lebens­mittel-, Kunststoff-, Pharma-, Holz- und Recy­cling­industrie. Die weltweit marktführende Stellung von Sesotec basiert auf hoher Kompetenz in einem breiten Technologie-Spektrum. Nach wie vor werden alle Systeme und Geräte in Deutschland entwickelt, konstruiert und hergestellt. Der Exportanteil der Produkte beträgt über 50 Prozent.

Sitz
Schönberg (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
75
Mitarbeiter
500

Welche Unternehmen suchen wir?

Wir wollen weiter wachsen und suchen laufend neue Beteiligungs­­möglichkeiten. Unsere Entschei­dungs­wege sind kurz und wir bearbeiten bei uns eingehende Beteiligungs­opportunitäten schnell und diskret.

Uns zeichnet eine kreative und flexible Heran­gehens­weise an jede neue Beteili­gungs­situation aus. Da wir im Unterschied zu Private Equity-Firmen eigenes Geld investieren, sind wir nicht Exit-orientiert, sondern verfolgen eine lang­fristige Ent­wick­lungsperspektive.

Wir suchen Unter­nehmen, die die nach­fol­genden Kriterien erfüllen:

Branchen:

Wir haben keinen Branchen­fokus. In der Vergan­genheit konnten wir umfang­reiche Erfahrungen in produk­tions­orientierten Branchen, verschiedenen Dienst­leistungen und im Handel sammeln.

Unternehmensgröße:

Die Gruppenunternehmen der VTC weisen aktuell einen Umsatz zwischen EUR 75 Mio. und EUR 240 Mio. auf. Auch im Fall von nachvoll­ziehbarem Wachs­tums­potential sollte ein poten­tieller Betei­ligungs­kandidat einen Umsatz von mehr als EUR 10 Mio. aufweisen.

Für unsere Tochter­unternehmen suchen wir je nach Ausgangs­lage auch kleinere Akqui­sitions­kandi­daten.

Beteiligungshöhe und regionaler Fokus:

Bei unseren Investitionen streben wir Mehrheits­betei­ligungen an, die Übernahme quali­fizierter Minder­heits­beteili­gungen ist jedoch auch möglich. Wir inves­tieren pro Transaktion Eigen­mittel von bis zu EUR 50 Mio., größere Inves­titionen prüfen wir zusammen mit Partnern.

Unser regionaler Investi­tions­schwer­punkt liegt in Deutschland und den angrenzenden Ländern.

Aktuelles

New Managing Director for our facility in India.

New Managing Director for our facility in India.

We are we pleased to announce that Prakash Khose has been appointed as Managing Director of our upcoming facility in India...

Mehr Lesen
New Managing Director for our facility in India.

New Managing Director for our facility in India.

We are we pleased to announce that Prakash Khose has been appointed as Managing Director of our upcoming facility in India. Prakash joins Baettr with more than 30 years of experience within forging, casting, machining and assembly related work across multiple industries.

“I am very excited that Prakash is joining Baettr. Prakash possesses a good balance of leadership skills and applied technical understanding, combined with international outsight. In Prakash, Baettr gets an ideal match between our corporate ambition and company values," states Peter Pallishøj, CEO of Baettr.

Regarding his entry to the Managing Director position on April 1st 2021, Prakash Khose remarks: “I am privileged to be part of Baettr's ambitions for India and the company's global setup. For the upcoming facility in Chennai, India, the safety and sustainability standards will be inherent to the operational plan, reflecting our commitment towards all stakeholders. I very much look forward to the exciting journey as a part of Baettr."

#Baettr #Renewableenergy #windenergy

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Für die Lebensmittelsicherheit in produzierenden und verarbeitenden Unternehmen ist ein gut funktionierendes Fremdkörpermanagement von entscheidender Bedeutung.....

Mehr Lesen
Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Was bedeutet Fremdkörpermanagement? Warum ist es wichtig?

Das Fremdkörpermanagement ist ein Verfahren zur Untersuchung, Identifikation und Vermeidung von Verunreinigungen in der industriellen Lebensmittelproduktion.

Im Zeitalter der Globalisierung ein wichtiges Unterfangen, schließlich steigt das Risiko kontaminierter Lebensmittel mit der Komplexität der Lieferketten. Die Produkte durchlaufen mehrere Stationen und werden einer Vielzahl von Verarbeitungsschritten unterzogen. Die weltweite Verflechtung von Landwirtschaft, Verarbeitung, Produktion, Transport und Konsum ist schließlich notwendig, um eine stetig wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können. Ein adäquates Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle reduziert das Risiko verunreinigter Lebensmittel zu Gunsten des Endverbrauchers und schützt die Produktion sowie das Image von Unternehmen der Lebensmittelindustrie.

Die globalen Verflechtungen der Lebensmittelbranche sind komplex: ob bei der Erzeugung, in der Logistik oder beim Verkauf.

Die frühzeitige Erkennung und Prävention von Verunreinigungen fördert zugleich die Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit in der gesamten Versorgungskette. Der schnelle Ausschluss kontaminierter Lebensmittel aus dem Produktionskreislauf schont Ressourcen, die man für die weitere Verarbeitung und den Transport verbrauchen würde. Zugleich minimiert ein effizientes Fremdkörpermanagement das Risiko, dass verunreinigte Lebensmittel auch andere Produkte kontaminieren und beugt somit Lebensmittelverschwendung vor.

Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Protokolle für die Fremdkörperkontrolle

Alle international anerkannten Standards für Lebensmittelsicherheit basieren auf dem HACCP-Konzept. Hierbei werden potenzielle Gefahrenquellen für die Lebensmittelsicherheit identifiziert und bewertet, um ein Verfahren zur proaktiven Risikokontrolle und -reduzierung zu etablieren. Fremdkörper gehören zu den häufigsten Arten von Verunreinigungen. Entsprechend bewerten zertifizierende Organisationen in Audits auch stets die Protokolle zur Untersuchung, Identifikation und letztlich Vermeidung von Verunreinigungen in Lebensmitteln.

Ein adäquates Fremdkörpermanagement ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung nach beispielsweise DIN EN ISO 22000, IFS, BRCGS, SQF, FSSC 22000. Wenngleich sich die Standards in ihren Anforderungen hinsichtlich präventiver Maßnahmen unterscheiden, erfordern sie alle den Einsatz von Methoden zur Erkennung und Entfernung physikalischer Fremdkörper, die zudem regelmäßig validiert und verifiziert werden müssen.

Einige der Anforderungen an Fremdkörperkontrollen auf HACCP-Basis sind:

BRCGS – Risiken für Verunreinigungen werden bei der Gefahrenanalyse (2.7.2), der dokumentierten Risikobeurteilung (3.5.1.1) sowie der Beurteilung des Wartungsprogramms für Ausrüstung (4.7.2) und Reinigungsprotokolle (4.11.3) berücksichtigt. Zugleich enthält der BRCGS-Standard ein komplettes Kapitel mit Beschreibungen zum effizienten Einsatz von Systemen zur Identifikation und dem Ausschluss von Fremdkörpern (4.10)

IFS – Beschrieben wird das Fremdkörpermanagement in Abschnitt 4.12 und gilt als "Knock-out"-Anforderung. Im Falle der Nichterfüllung ist eine Zertifizierung nicht möglich. Im IFS Leitfaden fußt ein gutes Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle auf sechs Aspekten: Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsmanagement, Ressourcenmanagement, Lebensmittelsicherheit, Verantwortung der Unternehmensführung, Planung und Produktionsprozess sowie laufende Messungen, Analysen und Verbesserungen

Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und ihre Unterschiede

Methoden zur Identifikation von Verunreinigungen in Lebensmitteln

Zusätzlich zu den Protokollen und Technologien zur Vermeidung von Verunreinigungen, muss das Fremdkörpermanagement auf HACCP-Basis auch über Methoden zur Identifikation von Kontaminationen verfügen. Fremdkörperdetektionssysteme dienen als Kontrollmechanismus an kritischen Lenkungspunkten in der Lebensmittelproduktion. Die drei gängigsten Arten solcher Geräte sind:

  • Metalldetektoren und -separatoren – Um sowohl eisenhaltige als auch nicht-eisenhaltige Metalle in Lebensmitteln zu identifizieren und diese zuverlässig aus dem Prozessablauf auszuschließen, werden Metalldetektoren eingesetzt. Sie reduzieren das Risiko von Verunreinigungen durch Geräteverschleiß und andere Ursachen. Für Produkte, die über eine hohe Leitfähigkeit verfügen beziehungsweise dem sogenannten „Produkt-Effekt“ unterliegen, zeigen sich herkömmliche Metalldetektoren oft nicht ausreichend. Metalldetektion mit künstlicher Intelligenz bietet unter diesen Umständen noch besseren Schutz
  • Röntgeninspektionssysteme – Mit Systemen zur Röntgeninspektion lassen sich jegliche Fremdkörper identifizieren, deren Dichte höher ist als jene der Lebensmittel: einschließlich Knochensplitter, Metalle, Glas, Kunststoffe und mehr
  • MagnetsystemeMagnetseparatoren werden entlang der Produktionslinie positioniert, um magnetische Metallpartikel in Materialströmen aufzufangen

Diese Technologien zur Fremdkörpererkennung sind meist mit einem Auswurfsystem ausgestattet, welches das verunreinigte Produkt zuverlässig aus dem Produktionsprozess entfernt.

Zudem sind fortschrittliche Technologien mit Softwarelösungen ausgestattet, die Daten über untersuchte Chargen und identifizierte Verunreinigungen aufzeichnen und speichern. Dies erleichtert die Rückverfolgbarkeit sowie eine detaillierte Dokumentation, um die Wirksamkeit des Fremdkörpermanagements zu beurteilen.

Im Sinne einer jederzeit zuverlässigen Funktionsweise, setzen die wichtigsten Standards für Lebensmittelsicherheit zudem eine regelmäßige Wartung und Kalibrierung der Detektionssysteme voraus.

 Entdecken Sie die Vorteile Künstlicher Intelligenz in der Metalldetektion.
Entdecken Sie "THiNK".

 

Die Vorteile eines effektiven Fremdkörpermanagements

Ein zuverlässiges Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle ist für die Gesundheit des Endverbrauchers von entscheidender Bedeutung. Doch auch für Lebensmittelhersteller selbst ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Zertifizierungen, die Zugang zu lukrativen Märkten schaffen – Um eine Zertifizierung von international anerkannten Standards wie IFS und BRCGS zu erhalten, bedarf es eines durchdachten und zuverlässigen Fremdkörpermanagements. Zertifizierungen durch Dritte werden immer mehr zu einer Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen mit großen Produzenten, Distributoren und Einzelhändlern: sowohl im Ausland als auch im Inland. Ohne adäquate Fremdkörperkontrollen zur Erfüllung von Compliance-Standards laufen Lebensmittelhersteller Gefahr, von lukrativen Märkten ausgeschlossen zu werden oder diese an Wettbewerber zu verlieren
  • Höhere Produktivität - Die Implementierung modernster Technologien zur Identifizierung von Verunreinigungen reduziert den Zeit- und Ressourcenaufwand für manuelle Inspektionen, die Entnahme von Proben und Dokumentationen drastisch. Schnell, genau und zuverlässig arbeitende Detektionssysteme sichern Ihren Produktionsprozess ohne großen zusätzlichen Ressourcenaufwand
  • Weniger Kosten – Verunreinigungen frühzeitig und zuverlässig zu erkennen spart Kosten, die mit einer langwierigen Untersuchung etwaiger Quellen verbunden sind. Zudem können unentdeckte Fremdkörper zu Beschädigungen an Anlagen sowie zu Kreuzkontaminationen führen. Die Folge sind kostspielige Reparaturen und eine höhere Lebensmittelverschwendung
  • Reduziert das Risiko eines Rückrufs – Wird kein effektives Fremdkörpermanagement implementiert, landen verunreinigte Lebensmittel beim Endverbraucher. Die mit einem Produktrückruf verbundenen direkten, sofort messbare Kosten von durchschnittlich bis zu 10 Millionen US-Dollar (~8 Mio. €) können die Existenz eines Unternehmens maßgeblich bedrohen. Mehr noch: Ein großer Imageschaden entsteht. Zudem verursachen Rückrufaktionen Störungen im Betriebsablauf und führen häufig zu einer großen Menge an verschwendeten Lebensmitteln.

Fazit: Fremdkörpermanagement schützt Verbraucher und Ihre Marke

Für Unternehmen der Lebensmittelindustrie sollten stets die Gesundheit und Sicherheit des Endverbrauchers im Mittelpunkt stehen. Dieses Engagement bedarf der Implementierung und Durchführung validierter Prozesse zur Wahrung der Lebensmittelsicherheit, einschließlich Fremdkörperkontrollen. Aber ein effizientes Fremdkörpermanagement ermöglicht mehr als nur den Schutz des Konsumenten. Mit einer funktionierenden Kombination zwischen innovativer Technologie und durchdachten Verfahren sinken die Risiken einer Verunreinigung, damit einhergehende Unkosten sowie die Lebensmittelverschwendung. Und auch das Image Ihres Unternehmens wird es Ihnen danken.


Wie Künstliche Intelligenz zu nachhaltiger und profitabler Lebensmittelverarbeitung beiträgt

Trotz unterschiedlicher zur Verfügung stehender Fremdkörperdetektionstechnologien können bestimmte Lebensmittel mit herkömmlichen Methoden nicht optimal untersucht werden. Der Grund: Manche Lebensmittel weisen einen starken Produkteffekt auf, der die Metalldetektion erschwert. Um dies auszugleichen, wird häufig die Empfindlichkeit des Metalldetektors erhöht, was jedoch wiederum zu vielen Fehlauslösungen und Produktionsverlusten führt.
Dieses Whitepaper erklärt das Problem des Produkteffekts und zeigt, warum Künstliche Intelligenz eine innovative und vielversprechende Lösung dafür darstellt.

 

Smarte Systemlösungen für die nächste Generation der Elektromobilität

Smarte Systemlösungen für die nächste Generation der Elektromobilität

Elektro-Zweiräder entwickeln sich zum Multi-Milliarden-Markt

Systemanbieter im E-Mobility-Bereich liefern sämtliche Komponenten, die für einen modernen elektrischen Antriebsstrang benötigt werden, aus einer Hand. Neben den Hardware-Komponenten gehört zum Angebot eines Systempartners auch die zugehörige Steuerungs- und Service-Software.

Vor allem innovative Startups und etablierte Anbieter, die einen schnellen Go-to-Market anstreben, setzen auf das Konzept Systempartnerschaft, um einen Entwicklungsvorsprung zu erzielen und mithilfe von flexiblen Antriebs und
Steuerungssystemen dennoch einzigartige Produkte auf den Markt zu bringen.

Fordern Sie jetzt das kostenfreie White Paper an und erfahren Sie mehr Details zu smarten Systemlösungen für die nächste Generation der Elektromobilität!

 

Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Der Ruf nach einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft wird lauter – in der Gesellschaft ebenso wie in der Politik...

Mehr Lesen
Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Im März 2020 stellte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius einen neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vor. Als einer der wichtigsten Bausteine des europäischen Green Deals enthält dieser Maßnahmen, die sich über den gesamten Lebenszyklus von Produkten erstrecken. So sollen neue Produkte künftig explizit im Sinne einer zirkulären Wirtschaft designt werden. Ziel des Ganzen: die Haltbarkeit, Nachrüstbarkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Produkten zu verbessern sowie den Anteil von Rezyklaten in neuen Produkten zu erhöhen. So sollen bis 2030 sämtliche in der EU hergestellte Verpackungen zu 100% wiederverwendbar oder recycelbar sein.

Auch in der Gesellschaft ist aktuell ein starker Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu beobachten. 68 Prozent der deutschen Bevölkerung würden grundsätzlich mehr bezahlen, wenn ein Produkt der Umwelt nachweislich keinen Schaden zufügt, so das Ergebnis einer Befragung von 2.500 Konsumentinnen und Konsumenten Anfang 2020 durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).

Dieses in der Politik und Gesellschaft wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Kreislaufführung von Rohstoffen trifft in der Recyclingindustrie auf Zustimmung. Der VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik sieht gerade bei der Wiederverwendung von Kunststoffen ein enormes Potenzial. So könne bereits heute modernste Recyclingtechnologie einen großen Anteil der in Deutschland verarbeiteten 14,4 Millionen Tonnen an Kunststoffen recyceln – ein relevanter Beitrag für den Klimaschutz, würden doch beim Einsatz einer Tonne rezyklierten Kunststoffs zwischen 1,45 und 3,2 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart. Problem des Ganzen: Der Absatzmarkt für die Rezyklate fehlt.

Rezyklat vs. Virgin – eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Durch die Ende 2020 sehr geringe Nachfrage nach Rohöl ist der Preis für neue Kunststoffe extrem gesunken. Die Folge: Verpackungshersteller setzen vermehrt Virgin-Kunststoffe ein und nutzen weniger recyceltes Material. Dieser Effekt wird zusätzlich verstärkt durch die höheren Preise von Rezyklaten, denen oft aufwändige Verwertungsprozesse zugrunde liegen. Um nämlich Rezyklat profitabel herstellen und zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können, sind Recycler auf modernste Technologie angewiesen. Darüber hinaus hängt die Profitabilität des Rezyklats maßgeblich vom Inputmaterial ab. Je hochwertiger und sortenreiner dieses ist, desto wirtschaftlicher ist der Aufbereitungsprozess. Und nur wenn Qualität und Preis des Rezyklats mit Neuware vergleichbar sind, entscheiden sich Hersteller für dessen Einsatz.

Die Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Abfall- und Recyclingtechnik Dr. Sarah Brückner ist sich sicher: „Ein Markt für Sekundärrohstoffe und damit auch eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft lassen sich ohne den richtigen Rechtsrahmen nicht dauerhaft etablieren.“  

EU-Plastikabgabe – die Lösung?

Eine mögliche Lösung zur Rettung der Rezyklatmärkte sieht die EU in der im Juli 2020 verabschiedeten Plastiksteuer. Diese Abgabe in Höhe von 80 Cent je Kilogramm fällt seit dem 1. Januar 2021 auf alle nicht recyclebaren Abfälle aus Kunststoff an – und soll einen Anreiz für die EU-Staaten schaffen, weniger „schmutziges“ Plastik in Umlauf zu bringen. Vor allem für Deutschland eine große Umstellung, gilt es doch, wie aus dem „Plastikatlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung hervorgeht, als größter Plastikproduzent und -verarbeiter Europas.

Problem der Plastiksteuer: Die Abgabe für Plastikmüll geht zulasten der Steuerzahler, nicht zulasten der Verpackungsindustrie, die das Plastik in Umlauf bringt. Viola Wohlgemuth, bei Greenpeace zuständig für die Themen Konsum, Textilien und Plastik, sieht die Steuer mit kritischen Augen. Laut einem Spiegel-Artikel ist sie der Ansicht, die Plastiksteuer müsse, um eine echte Lenkungswirkung zu entfalten, bereits auf die Produktverpackungen aufgeschlagen werden, sobald sie auf den Markt kommen.

 

Der Rezyklatanteil muss erhöht werden. Aber wie?

Eine sichere Marktverfügbarkeit an Rezyklaten könnte den Bedarf an Primärrohstoffen in Zukunft reduzieren. Um dies zu erreichen, müssen jedoch Recycler, Hersteller und Verbraucher Hand in Hand arbeiten.

Abfallsammlung und Recycling optimieren

Abfallsammelsysteme stellen einen wesentlichen ersten Schritt in jedem Abfallwirtschaftsprozess dar und spielen eine zentrale Rolle für dessen Gesamtleistung. In Europa gibt es eine Vielzahl an Systemen zur Sammlung von Haushaltsmüll. Heute bietet die explizite Sammlung von Verpackungen und anderen Haushaltsgütern, die hauptsächlich aus Kunststoff, Aluminium, Papier und Glas bestehen, eine attraktive Lösung zur Maximierung der recycelten Abfallmenge. Damit jedoch das Recycling von Verpackungsabfällen auch tatsächlich erfolgen kann, sind neben den Herstellern auch die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt. Die Grundvoraussetzung der Abfallaufbereitung ist eine sortenreine Trennung. Nur wenn wir unsere Verpackungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen, können diese ins Recycling gelangen.

 

 

Doch es gibt noch ein weiteres Problem: Bestehen Verpackungen aus mehreren Materialschichten bzw. einer Kombination aus Materialien, die nach Gebrauch nicht getrennt werden können, ist der Recyclingaufwand wesentlich höher. Teilweise bestehen sie aus fest verklebten Verbindungen mehrerer Kunststoffarten. In diesem Fall werden sie in der Sortieranlage meist einer Materialfraktion zugeschlagen, was die Sortenreinheit mindert.

Die steigende Nachfrage nach Rezyklaten, vor allem PET-Rezyklaten, für Kunststoffverpackungen birgt zudem die Gefahr, dass in Zukunft nicht genügend Sekundärrohstoffe in geeigneter Qualität zur Verfügung stehen. Seit langem bestehen in Deutschland die Getränkeflaschen bereits zu knapp 30 Prozent aus recyceltem PET. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. sieht jedoch den PET-Getränkeflaschenmarkt in Gefahr. „Nur wenige Länder in Europa verfügen bislang über ein so effektives Pfandsystem für PET-Getränkeflaschen wie Deutschland“, so Dr. Isabell Schmidt, IK Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft.

Um eine ausreichende Versorgung der Branche mit Recycling-Rohstoffen sicherzustellen, müsse die getrennte Sammlung sowie das Recycling von PET-Getränkeflaschen in der gesamten EU massiv ausgebaut werden. Andernfalls drohe für PET-Getränkeflaschen ein Vermarktungsverbot. Um dies zu verhindern, setzt sich die IK für den Aufbau einer europäischen Marktbeobachtungsstelle ein, die vor allem die Verfügbarkeit von PET-Rezyklat in Lebensmittelkontaktqualität im Auge behalten soll. Sofern Recycling-Rohstoffe nicht mehr in den erforderlichen Mengen und Qualitäten zu annehmbaren Preisen verfügbar seien, sollten die EU-Vorgaben für den Einsatz von Rezyklat ausgesetzt werden, so Dr. Schmidt.

Herausforderung für die Kunststoffhersteller und -verarbeiter: Hochwertiges Rezyklat dank innovativer Technologien

Die wichtigste Voraussetzung, um qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe herstellen zu können, ist sortenreines Material. Zugekauftes Rezyklat verschiedener Hersteller enthält häufig Verunreinigungen. Das kann viele Ursachen haben. Werden beispielsweise die unterschiedlichen Materialien beim Kunststoffrecyclingprozess nicht richtig erkannt, getrennt und sortiert, gelangen sie vermischt und in zerkleinerter Form weiter in das Rezyklat. Wird dieses verunreinigte Rezyklat weiterverarbeitet, leidet die Produktqualität und es kommt zu Reklamationen. Farbabweichungen durch Fehlfarben im Rezyklat können ein weiterer Reklamationsgrund sein. Die häufigste Verunreinigung im Rezyklat sind Metallpartikel. Bleiben diese unentdeckt, können Sie zu Maschinenschäden führen und die Produktionseffizienz erheblich minimieren.

Die Lösung sind sensorbasierte Materialanalysesysteme und Sortiergeräte, die präzise nach Form, Farbe und Materialart sortieren können. Metallseparatoren können darüber hinaus selbst feinste Metallpartikel im Rezyklat zuverlässig erkennen und ausschleusen. So ist es möglich, aus minderwertigem Ausgangsmaterial Rezyklat mit Reinheiten von bis zu 99 Prozent zu gewinnen.

 Sesotec unterstützt alle industriellen Bereiche des Kunststoffkreislaufs mit innovativen Lösungen - 
für mehr Profitabilität, Qualität und Produktivität. 
Entdecken Sie unsere Circular Economy Systeme.

Design for Recycling

Die Politik reagiert auf diese Herausforderung mit ambitionierten Vorgaben in der Gesetzgebung, beispielsweise im Verpackungsgesetz. Hersteller haben in Zukunft mit Blick auf die ganzheitliche und nachhaltige Produktentwicklung eine neue Herausforderung beim Produktdesign. Sämtliche Produkte sollen künftig so designt und hergestellt werden, dass die Verpackungen nach dem Gebrauch entweder weiterverwendet und recycelt werden können oder aber aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, so die Forderung der EU-Kommission.

Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn es können nur recyclefähige Produkte hergestellt werden, wenn es ausreichend Sekundärrohstoffe gibt. Und nur, wenn ausreichend Sekundärrohstoffe zu erschwinglichen Preisen verfügbar sind, können Hersteller profitabel arbeiten.

 

Fazit

Der Wunsch, den Kreislauf zu schließen, ist sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik groß. Die EU hat die grundsätzliche Richtung vorgegeben und erste Gesetze erlassen, es fehlt jedoch noch an einem rechtlich ausgereiften Konzept, um die ambitionierten Klimaschutzziele tatsächlich zu erreichen und den Kreislauf vollends zu schließen. Doch eines ist sicher: Bis dies soweit ist, muss die Bereitschaft eines jeden vorhanden sein, seinen aktiven Beitrag zu leisten – vom Hersteller und Verarbeiter über die Konsumenten bis hin zu den Recyclingfirmen. Diese Bereitschaft wird jedoch nur gegeben sein, wenn alle Beteiligten ein gewisses Maß an Planungssicherheit haben. Denn nur dann sind sie in der Lage, profitabel zu arbeiten.


Neues E-Book:  Die Kreislaufwirtschaft - Herausforderungen und Chancen für Recycler und Kunststoffverarbeiter

In diesem umfassenden E-Book erhalten Sie Einblick in die wichtigsten Faktoren der Circular Economy. Dabei betrachten wir insbesondere das Ziel der Schaffung einer Kreislaufwirtschaft, die nicht nur für Mensch und Umwelt sondern auch für Recycler, Kunststoffhersteller- und Verarbeiter profitabel sein muss.

 

Mit Künstlicher Intelligenz zu nachhaltig profitabler Lebensmittelverarbeitung

Mit Künstlicher Intelligenz zu nachhaltig profitabler Lebensmittelverarbeitung

Produkteffekte ausblenden und die Detektionsgenauigkeit verbessern

Mehr Lesen
Mit Künstlicher Intelligenz zu nachhaltig profitabler Lebensmittelverarbeitung

Mit Künstlicher Intelligenz zu nachhaltig profitabler Lebensmittelverarbeitung

Trotz unterschiedlicher zur Verfügung stehender Fremdkörperdetektions-technologien gibt es Lebensmittel mit starkem Produkteffekt, die mit herkömmlichen Methoden nicht optimal untersucht werden können. Induktive Systeme haben bei solchen schwierigen Produkten einen gravierenden Nachteil: Wird die Empfindlichkeit zu hoch eingestellt, kommt es häufig zu Fehlauslösungen, was zu Produktionsverlusten führt.

Produktinspektionssysteme auf Röntgenbasis sind eine Alternative, haben aber den Nachteil, dass sie kostenintensiver sind als Metalldetektoren.

Neue Technologien, die sowohl hochempfindlich als auch kostenmäßig erschwinglich sind, stellen eine Lösung für diese Herausforderungen dar.

Die neueste Innovation aus dem Hause Sesotec ist Metalldetektion mit KI Künstlicher Intelligenz namens „THiNK. Mit dieser Technologie werden Produkteffekte nahezu komplett ausgeblendet.

Wie funktioniert Metalldetektion mit THiNK?

Beim Einsatz der THiNK Technologie werden wie bei herkömmlicher Metalldetektion mehrere Frequenzen simultan auf das zu untersuchende Produkt angewendet. Dadurch, dass mit KI Technologie der Produkteffekt enger eingegrenzt werden kann, entstehen mehr Erkennungsschwellen und alle Signale, die außerhalb der Schwellen liegen, werden als Metallfremdkörper erkannt. Die Empfindlichkeit wird erheblich erhöht. Fehlauslösungen reduzieren sich, da es mehrere „intelligente“ Schwellen gibt.

Kundennutzen von THiNK Metalldetektion

Produkte mit hohen und/oder schwankenden Produkteffekten (metallische Verpackung, Einlagerung in Salzlake oder Wasser usw.) können besser und stabiler untersucht werden. Fehlausschleusungen und die damit verbundene Lebensmittelverschwendung reduzieren sich. Lebensmittel-Regularien und Standards (IFS, BRC, M&S, uvm.) können zuverlässig eingehalten werden und die Anschaffung eines Metalldetektors mit THiNK ist im Vergleich zu einem Röntgengerät kostengünstiger.

THiNK about it…

KI Algorithmen erhöhen die Stabilität und Erkennungsgenauigkeit in Lebensmittelherstellungsprozessen. Auch in metallisierte Folien verpackte Produkte können mit KI Metalldetektoren effizient untersucht werden. Die Verschwendung von Lebensmitteln wird reduziert, Richtlinien werden erfüllt und Ressourcen geschont. Die Produktivität und damit Profitabilität werden gesteigert. Die THiNK Technologie von Sesotec ist ab November 2020 als Lizenzmodell verfügbar.

UVC-Luftentkeimung von JK : PURE AIR LUFTHYGIENE

UVC-Luftentkeimung von JK : PURE AIR LUFTHYGIENE

Hygienekonzepte schützen vor einer Ansteckung über Kontaktflächen und Tröpfcheninfektion. Inzwischen rückt jedoch die Infektion über Aerosole immer stärker in den Fokus der Wissenschaftler, denn Viren und Bakterien...

Mehr Lesen
UVC-Luftentkeimung von JK : PURE AIR LUFTHYGIENE

UVC-Luftentkeimung von JK : PURE AIR LUFTHYGIENE

Hygienekonzepte schützen durch regelmäßige Desinfektion und Einhaltung der Mindestabstände vor einer Ansteckung über Kontaktflächen und Tröpfcheninfektion. Inzwischen rückt jedoch die Infektion über Aerosole immer stärker in den Fokus der Wissenschaftler, denn Viren und Bakterien können sich über Stunden in der Raumluft halten.

In Sonnenstudios gibt es durch die Zu- und Abluft der Solarien einen so hohen Luftaustausch, dass das Risiko einer Infektion über Aerosole extrem gering ist. In Warte- oder Empfangsbereichen, die nicht an die zentrale Abluft angeschlossen sind, können Sie mit pure Sicherheit und Vertrauen Ihrer Mitarbeitenden und Kunden deutlich erhöhen.

Was genau ist pure?

  • Patentierte UVC-Luftentkeimung aus der Medizin
  • Neutralisiert über 99,9 % der Viren und Bakterien
  • Sofort nachweislich bessere Lufthygiene
  • Reduziert Infektionsrisiko und Krankenstände
  • Erhöht die Sicherheit von Mitarbeitenden und Kunden
  • Ozonfrei, keine Chemikalien oder Sondermüll
  • Absolut sichere Technologie ohne Risiken oder Nebenwirkungen
  • Plug & Play: sofort einsetzbar
  • Ideal für alle Räume ohne zentrale Zu- & Abluft
  • Inklusive Media Kit zur Information Ihrer Kunden

Hier erfahren Sie mehr: www.pure-lufthygiene.de / Download Prospekt
Gerne beraten wir Sie auch individuell, wie Sie mit pure Sicherheit und Vertrauen in Ihrem Studio erhöhen können: 

Zur sicheren Desinfektion Ihrer Solarien und aller Oberflächen empfehlen wir Solarfix Care. Als Konzentrat auch ideal zur sanften Handdesinfektion (Dermatest "Sehr gut"). 

Die Kreislaufwirtschaft nicht vergessen

Die Kreislaufwirtschaft nicht vergessen

In der Corona-Krise nimmt der Kunststoffmüll aus Haushalten explosionsartig zu und die Nachfrage nach hochwertigem Rezyklat sinkt. Experten fordern Wirtschaft und Staat zum Handeln auf, damit auch in Krisenzeiten der Recyclinggedanke in der Kreislaufwirtschaft...

Mehr Lesen
Die Kreislaufwirtschaft nicht vergessen

Die Kreislaufwirtschaft nicht vergessen

Ob Homeoffice, Maskenpflicht oder Zwang zum Einwegbecher – die Corona-Pandemie stellt das Leben auf den Kopf. Die Folgen zeigen sich auch in unseren Mülleimern. Die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft rechnet damit, dass 2020 die Menge des Hausmülls um 2,26 Millionen Tonnen zunehmen wird. Ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Allein in den vergangenen Monaten habe die Menge des Kunststoffmülls in den gelben Tonnen um zehn Prozent zugenommen, berichtet das Recyclingunternehmen Grüner Punkt.  

Warum das so ist? Millionen Menschen arbeiten von zu Hause, sie kaufen Lebensmittel in kleinen Packungen, sie bestellen Waren im Internet, die wiederum in Plastik verpackt sind. Darüber hinaus geben Imbissbuden und Restaurants aus Hygienegründen öfters Einweggeschirr an ihre Kunden aus. Das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen benötigt mehr Schutzkleidung als früher – vieles davon ist aus Kunststoff. Nach dem Gebrauch landen Kittel, Handschuhe und Masken im Müll. 

 

Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Umwelt, sondern auch für die Recyclingbranche. Denn während die Abfallberge wachsen, schrumpft die Zahl der Abnehmer von Rezyklat. Selbst hochwertige Ware kann nicht abgesetzt werden. Grund dafür ist der Ölpreis, der durch die von Corona verursachte Wirtschaftsflaute in den Keller gegangen ist. Rohöl ist die wichtigste Zutat zur Herstellung von Plastik. Der gesunkene Preis macht Neukunststoff billiger. Die Folge: Immer mehr Firmen verzichten auf Rezyklat und verwenden lieber neuen Kunststoff.

Recycling-Branche droht Rückschlag

Für die Recyclingindustrie heißt das weniger Umsatz und schrumpfende Profitabilität. Es droht ein Rückschlag für die gesamte Kunststoff-Kreislaufwirtschaft – entgegen dem Willen vieler Verbraucher. Umfragen des Marktforschers GfK belegen, dass Konsumenten auch in der Corona-Zeit Plastikmüll als größtes Problem für ihre Umwelt ansehen. Sie erwarten Lösungen zugunsten einer nachhaltigen Wirtschaft.

Auswege gibt es längst. Denn technisch ist ein leistungsfähiger Stoffkreislauf möglich. Gebrauchtes Plastik aus Sammlungen wie dem Gelben Sack lässt sich so hochwertig aufbereiten, dass sogar die strengen Auflagen für den Einsatz von Rezyklat für Kosmetikverpackungen erfüllt werden.

Die Folgen der Pandemie könnten die bisherigen Bestrebungen für einen Kunststoffkreislauf zunichtemachen. Mit der Menge an Hausmüll steigt die Dringlichkeit, den Umgang mit Abfällen zu überdenken. Handlungsbedarf ist offensichtlich. Schon vor Corona kam in Deutschland Verpackungsmüll aus Kunststoff überwiegend in die Müllverbrennung. Was die Recyclingquote betrifft, gibt es also Luft nach oben. Nur knapp 16 Prozent der im Endverbrauch anfallenden Kunststoffabfälle werden zu Rezyklat verarbeitet und lassen sich wiederverwerten.

Bernhard Bauske, Experte der Umweltschutzorganisation WWF, fordert, die Last nicht nur auf den Verbraucher abzuwälzen. Gefragt seien Wirtschaft und Gesetzgeber. „Gerade jetzt in der Krise brauchen wir massive Weichenstellungen, um eine Zukunft mit mehr Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft einzuläuten.“ Strengere Vorgaben seien nötig, damit sich mehr Verpackungen recyceln lassen. Außerdem müsse die Bundesregierung Mehrwegsysteme in Gastronomie und Online-Handel voranbringen. Deutschland gehört zu den Spitzenreitern der Abfallproduktion in Europa. Im Jahr 2017 fielen hier 226,5 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf an. Der Durchschnitt in der EU liegt bei 173 Kilogramm.

Kreislaufwirtschaft vor dem Kollaps?

Der Grüne Punkt, als einer der führenden Anbieter von Rücknahmesystemen, sieht angesichts der schleppenden Fortschritte große Probleme für die Recyclingbranche und warnt vor einem Kollaps. „Der extrem niedrige Ölpreis und die Folgen der Corona-Pandemie gefährden massiv alle Erfolge und Bemühungen, Plastik zu recyceln und im Kreislauf zu führen“, sagt Michael Wiener, Geschäftsführer des Grünen Punkts.

 

Er spricht von Marktversagen – zum Nachteil der Umwelt. Denn Recyclingkunststoff spart bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen, die durch neuen Kunststoff erzeugt werden. Die Politik müsse der Kreislaufwirtschaft für Kunststoff endlich zum Durchbruch verhelfen, fordert Wiener. Die durch Corona gefährdeten Betriebe sollten unterstützt werden. Er empfiehlt eine Abschaffung der Wettbewerbsvorteile für Neuware gegenüber Kunststoff-Rezyklaten.

Die bisherigen Probleme bleiben trotz Corona

Die Gefahr besteht also, dass Politik und Öffentlichkeit ihren Blick nur auf Corona richten und den eingeschlagenen Weg der Kreislaufwirtschaft aus den Augen verlieren, obwohl diese für die Zukunft unserer Gesellschaft von herausragender Bedeutung ist. Denn sie sorgt für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

 

„Industrieunternehmen müssen umdenken. Sie sollten weiterhin gewinnorientiert arbeiten, aber auch mit Weitblick wirtschaften“, sagt Michael Perl, Group Director Sorting Recycling bei Sesotec. Corona habe zwar neue ernste Risiken und Herausforderungen gebracht, die bestehenden Probleme seien deshalb aber nicht verschwunden. „Auf lange Sicht bleiben der Klimawandel und die Kreislaufwirtschaft herausragende Anliegen der Menschheit und müssen aktiv angegangen werden“, ergänzt Perl.

E-Book: Driving Impact – Den Kunststoffkreislauf schließen

Schließt sich der Kunststoffkreislauf, ist das die sauberste Lösung für Mensch und Umwelt. Das hat inzwischen auch die Politik erkannt. Aber auch die Industrie muss mit positivem Beispiel vorangehen. In unserem E-Book zeigen wir u.a. welche Herausforderungen und Anforderungen eine Circular Economy dabei für Recycler, Kunststoffhersteller – und verarbeiter mit sich bringt. 

Du bist nicht allein, wenn die Maschine stillsteht

Du bist nicht allein, wenn die Maschine stillsteht

Sesotec Remote Support – schnelle Hilfe auch ohne Servicebesuch aktuell für sechs Monate kostenlos

Mehr Lesen
Du bist nicht allein, wenn die Maschine stillsteht

Du bist nicht allein, wenn die Maschine stillsteht

Die Corona-Krise machte es überdeutlich: wenn in Unternehmen - besonders in „systemrelevanten“ - der Zugang zu Produktionseinrichtungen, der persönliche Kontakt und Reisen schwierig oder gar unmöglich sind, gewinnen innovative Servicelösungen zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit überlebenswichtige Bedeutung. 

Damit Metalldetektoren, Röntgeninspektions-, Sortier- und Materialanalysesysteme jederzeit zuverlässig funktionieren, bietet Sesotec vom Hauptstandort in Deutschland aus den Remote Support. Folgende Leistungen sind darin enthalten: 

Telefonsupport - Sesotec Hotlines

Viele Fragen und Zwischenfälle können telefonisch geklärt werden. Der kostenlose Telefonsupport ist täglich von 6-20 Uhr erreichbar, an Wochenenden von 8-17 Uhr.

Die Kontaktdaten Service Product Inspection:
Tel. +49 (0) 8554 - 308 173
Email

Die Kontaktdaten Service Sorting:
Tel. +49 (0) 8554 - 308 129
Email

 

Remote Access

Häufig können Störungen an Metalldetektoren, Röntgeninspektions-, Sortier- und Materialanalysesystemen auch über Remote Access behoben werden. Sesotec Servicetechniker haben dabei über Ethernet Direktzugriff auf die Maschinen und Anlagen und können Fehleranalyse, Optimierungen und Parametereinstellungen vornehmen. Viele der Geräte von Sesotec bieten diese Funktionalität standardmäßig. Wenn Kunden prüfen möchten, ob ihr Sesotec System über Remote Access verfügt, muss dazu einfach das Kontaktformular auf der Landingpage https://www.sesotec.com/emea/de/lp/remote-support ausgefüllt werden. Im Sesotec Service Center werden die Daten dann abgeglichen und Rückmeldung an den Kunden gegeben.

 

Remote Support mit Augmented Reality

Sesotec bietet auch videogestützten Support mit Augmented Reality an. Hierzu muss eine kostenlose App auf PC/Smartphone/Tablet runtergeladen werden, um dann an Sesotec die Zugangsdaten weiterzuleiten. Das Sesotec Support Center betreut anschließend die Kunden Schritt für Schritt bis zur Behebung des Zwischenfalls.

 

Express für Ersatzteile

Das Sesotec Service Center hat alle aktuellen und zahlreiche ältere Elektronikplatinen auf Lager und kann werktags die Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden verschicken. Die Platinen sind soweit wie möglich voreingestellt und funktionieren „Plug and Play“. Den Austausch nimmt der Kunde unter Anleitung des Sesotec Telefonsupports selbst vor.

 

Markus Grimm, Group Director Service bei Sesotec fasst zusammen: „Wir führen aktuell täglich bis zu fünf Remote Unterstützungen bei unseren Kunden durch und können so viele Probleme online lösen, ohne vor Ort sein zu müssen. Die Vorteile für unsere Kunden liegen auf der Hand: Hohe Anlagenverfügbarkeit, Prozesssicherheit, Produktivität und keine Kosten für die Anreise eines Servicemitarbeiters. Und das Ganze gilt nicht nur bei ungeplanten Stillständen oder in Krisenzeiten, sondern generell. Wobei wir aufgrund der aktuellen Corona-Situation die Remoteunterstützung für die nächsten sechs Monate kostenlos für unsere Kunden anbieten.“

Medizintechnik in der Coronakrise: Produzieren mit höchster Priorität

Medizintechnik in der Coronakrise: Produzieren mit höchster Priorität

Der Bedarf aus der Medizintechnik ist sprunghaft nach oben gegangen. Wir verzeichnen derzeit horrende Nachfragesteigerungen von nahezu all unseren bestehenden Kunden...

Mehr Lesen
Medizintechnik in der Coronakrise: Produzieren mit höchster Priorität

Medizintechnik in der Coronakrise: Produzieren mit höchster Priorität

„Der Bedarf aus der Medizintechnik ist sprunghaft nach oben gegangen. Wir verzeichnen derzeit horrende Nachfragesteigerungen von nahezu all unseren bestehenden Kunden, deren Applikationen dem Kampf gegen Corona zugeordnet werden können. Auch neue Kundenkontakte werden in dieser Zeit deutlich häufiger und wesentlich schneller geschmiedet als zuvor – ein mehr als eindeutiges Signal, wenn nicht gar ein Hilferuf der Branche.

Deutliche Bedarfserhöhungen erleben wir nicht nur bei den Geräten, die man aufgrund der täglichen Nachrichten im Zusammenhang mit COVID-19 im ersten Moment auf dem Schirm hat – etwa Beatmungsgeräte, Patientenmonitore oder Desinfektionslösungen – sondern auch in allen anderen, verwandten Bereichen. Seien es zusätzliche Krankenhausbetten für die eilends geschaffenen Quarantänestationen, benötigte Labortechnik zur Abstrichanalyse oder Infusions- und Ernährungspumpen für die Ernstfälle: Medizinische Netzteile, Ladegeräte und Batterien werden derzeit stärker und schneller benötigt, als wir uns zu erinnern vermögen. Vergleicht man die Auftragseingänge des ersten Quartals aus dem Medizinsektor mit denen des Vorjahres, sehen wir die Wachstumsrate stark in Richtung des dreistelligen Prozentbereichs klettern.

FRIWO ist insgesamt sehr gut gerüstet, die Medizintechnik im Kampf gegen die Pandemie bestmöglich unterstützen zu können.

Dank unseres weltweiten Fertigungs-Setups sind wir glücklicherweise in der Lage, flexibel auf derartige Zusatzbedarfe reagieren zu können. Neben unserem Produktionsstandort in Deutschland haben wir in den letzten Jahren in Vietnam nahe Ho-Chi-Minh-City eine Fertigungsstätte aufgebaut, welche uns auch innerhalb kürzester Zeit die Produktion hoher Volumina ermöglicht – ganz gleich ob vorhandenes Produkt eines Bestandskunden oder komplettes Neuprojekt. Mit dem schnellen Ramp-up von Produkten kennen wir uns darum bereits aus unseren anderen Kompetenzmärkten, etwa der Elektromobilität bestens aus. Zudem unterhalten wir seit vielen Jahren ein Netz an erfahrenen Produktionspartnern, welche uns im Notfall jederzeit unter die Armen greifen können.

Bezüglich der möglichen Versorgungsprobleme auf der Materialseite haben wir uns vor geraumer Zeit entschlossen, uns für die Zukunft möglichst unabhängig aufzustellen und ein hohes Maß an vertikaler Integration bertrieben. So fertigen wir heute in Vietnam nicht mehr nur unsere Endgeräte, sondern in mehreren Werken auch viele benötigte Komponenten selbst – etwa Wandler und Drosseln, Kabel und Leitungen oder Gehäuseteile.

Natürlich produzieren auch wir längst nicht alles in Eigenregie und sind auf eine funktionierende Supply Chain angewiesen, um die lebenswichtigen Zusatzbedarfe der Medizintechnik zu decken – beispielsweise im Bereich der aktiven Bauelemente. Als sich die aktuelle Krise in Ihren Grundzügen abzeichnete, haben wir uns daher gezielt mit Bauteilen bevorratet, großflächig auf Luftfrachten umgestellt und gemeinsam mit den Kunden die gezielte Freigabe von Alternativen für versorgungskritische Komponenten geprüft. Auf dieser Basis sehe wir uns heute insgesamt sehr gut gerüstet, die Medizintechnik im Kampf gegen die Pandemie bestmöglich unterstützen zu können.“

Der Artikel online bei Markt&Technik

Der Beitrag Medizintechnik in der Coronakrise: Produzieren mit höchster Priorität erschien zuerst auf FRIWO.

Wie innovative Technologie hilft, Lebensmittelverschwendung zu minimieren

Wie innovative Technologie hilft, Lebensmittelverschwendung zu minimieren

Fast eine Billion Euro jährlich: Das ist der Wert an Lebensmitteln, die weltweit produziert, aber nicht gegessen werden...

Mehr Lesen
Wie innovative Technologie hilft, Lebensmittelverschwendung zu minimieren

Wie innovative Technologie hilft, Lebensmittelverschwendung zu minimieren

Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) beziffert die Nahrungsmittelverschwendung weltweit auf fast 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Etwa ein Drittel aller Nahrungsmittel wird weggeworfen. Die Folge sind verschwendete natürliche Ressourcen, Arbeitskraft und Kapital. Mehr noch, weggeworfene Lebensmittel sind eine der Hauptquellen für vermeidbare Treibhausgasemissionen.

Das Problem mit Lebensmittelabfällen ist nicht allein auf einen Akteur der Lebensmittelproduktion zurückzuführen. Sie treten in jeder Phase der Produktion und des Konsums auf, und auch die Menge der Abfälle variiert regional. So sind es in Industrienationen die Endverbraucher, die für den Großteil der Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind. Ein anderes Bild zeigt sich in Entwicklungsländern: Die FAO nennt dort einen Mangel an Infrastruktur zwischen Landwirten, Herstellern und Händlern als Hauptquelle für Nahrungsmittelverschwendung.

Lebensmittelverschwendung in Deutschland nach Sektoren in der Wertschöpfungskette – 2015 (Quelle: bmel.de pg. 4)

In Industrienationen wird fast ein Fünftel der Nahrungsmittel während der Herstellung und Produktion verschwendet. Dieser Zustand schafft Anreize für Veränderung: Nicht nur zu Gunsten der Umwelt, sondern auch in finanzieller Hinsicht.

Gewinnmargen sinken und der Druck zur Steigerung der Produktivität nimmt immer weiter zu. Daher können Maßnahmen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung notwendig sein, um auf einem sich wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Lebensmittelverschwendung: Ursachen in der Lebensmittelproduktion

Die Ursachen für die industrielle Nahrungsmittelverschwendung sind vielfältig. Einige sind vermeidbar, andere hingegen praktisch nicht zu verhindern. Beim Thema Lebensmittelverschwendung geraten insbesondere ineffiziente Arbeitsverfahren sowie unzureichend ausgebildete Mitarbeiter als eine der Hauptursachen in den Fokus. Eine Studie der Brunel-Universität London und der Universität Gent ergab, dass etwa 11 % aller Lebensmittelabfälle auf menschliche Fehler während des Produktionsprozesses zurückzuführen sind. Doch auch unvorhergesehene Stromausfälle, Naturkatastrophen oder Anlagenversagen können für erhebliche Produktverluste verantwortlich sein.

Paradoxerweise sind auch die Regularien zur Lebensmittelsicherheit für die Lebensmittelverschwendung im Produktionsprozess verantwortlich. Die Prämisse ist klar: Verunreinigte oder anderweitig fehlerhafte Produkte müssen durch weltweit geltende Lebensmittelsicherheitsstandards zuverlässig vermieden werden. Jedes Risiko wird deshalb konsequent behandelt. Das bedeutet im Klartext, dass selbst die geringste Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung zur Entsorgung aller möglicherweise betroffenen Produkte führt.  

Moderne Technologien der Lebensmittelsicherheit tragen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung bei

Dieser Null-Toleranz Ansatz ist wichtig, um Verbraucher vor Krankheiten und Verletzungen zu schützen. Doch nicht optimierte Inspektionssysteme führen unter anderem zu mangelhafter Rückverfolgbarkeit, Produktrückrufen sowie zur Fehlausschleusung einer unverhältnismäßig hohen Menge an Lebensmitteln, die nicht verunreinigt sind.

Die Lösung: Optimierte Technologien zur präzisen Identifizierung von Verunreinigungen. Sie ermöglichen die Einhaltung strenger Lebensmittelsicherheitsstandards bei gleichzeitiger Minimierung unnötiger Verschwendung. Wie genau optimierte Inspektionssysteme diesen Beitrag leisten, wird im weiteren Verlauf erläutert.

1. Die frühzeitige Erkennung verunreinigter Produkte

Die End-of-Line Produktkontrolle ist ein essentieller Bestandteil jeder Anlage in der Lebensmittelherstellung. Es ist stets sicherzustellen, dass alle verpackten Produkte für den weiteren Weg in der Lieferkette frei von Verunreinigungen sind. Doch sich allein auf diese Endkontrolle zu verlassen hat einen entscheidenden Nachteil: Es werden wertvolle Ressourcen verschwendet.

Denn Lebensmittelprodukte können potentiell an jedem Punkt der Produktionslinie verunreinigt werden. Es ist auch möglich, dass Rohstoffe bereits kontaminiert in die Verarbeitungsprozesse gelangen. Fehlt es an frühzeitigen Kontrollen, könnte ein verunreinigtes Nahrungsmittel den gesamten Herstellungsprozess vor der Endkontrolle unbemerkt durchlaufen. Die Folge: Nicht nur das verunreinigte Lebensmittel geht verloren, sondern auch die gesamte Wertschöpfung (Energie, Zutaten, Ressourcen), die bis hierhin in die Verarbeitung des Produktes eingeflossen ist.

Der Schlüssel für reine Lebensmittel ist ein durchdachtes, mehrstufiges Konzept zur frühzeitigen Erkennung von Verunreinigungen an allen kritischen Kontrollpunkten des Produktionsprozesses. Werden Nahrungsmittel nicht nur an einem, sondern gleich mehreren Kontrollpunkten entlang der Produktionslinie untersucht, bringt dies wesentliche Vorteile für Unternehmen und die Umwelt gleichermaßen. Mit der Integration fortschrittlicher Detektionstechnologien an strategischen Punkten der Verarbeitung – beispielsweise nach mechanischen Prozessen wie der Vermahlung – werden Verunreinigungen sofort an der Quelle ihres Ursprungs identifiziert und aussortiert. Dadurch werden keine wertvollen Ressourcen in Produkte investiert, die später wieder vernichtet werden. Auch die Verunreinigung anderer Produkte einer Charge wird damit verhindert. Zudem erhalten sie präzise Daten zur Rückverfolgung verunreinigter Produkte.

 

2. Durch Produktrückrufe verursachte Lebensmittelverschwendung vermeiden

Rückrufe von Lebensmitteln nehmen weltweit zu. Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Lebensmittelrückrufe zwischen 2012 und 2019 mehr als verdoppelt. Produktrückrufe sind unerlässlich, um Krankheiten oder Verletzungen durch verunreinigte Lebensmittel zu vermeiden. Dennoch: Im Hinblick auf die Verschwendung von Lebensmitteln sind Produktrückrufe oftmals bedenklich, denn Lebensmittelrückrufe betreffen nicht nur verunreinigte Produkte.

In der Regel werden alle Lebensmittel einer betroffenen Charge entsorgt. Es bedarf nur eines einzigen kontaminierten Produkts auf dem Markt, das zur Vernichtung von Tausenden Kilogramm reiner, essbarer Lebensmittel führt.

Tatsache ist auch, dass kein Lebensmittelhersteller seine Produkte zurückrufen möchte. Denn unabhängig von verschwendeten Ressourcen und entstandenen Kosten, die mit Rückrufaktionen einhergehen, schaden sie zusätzlich dem Ruf eines Unternehmens.

Zuverlässige Inspektions-Technologien zur Lebensmittelsicherheit schaffen Abhilfe. Sie schützen Verbraucher vor Verletzungen, verringern die Menge an Lebensmittelabfällen und bewahren Unternehmen vor einer negativen öffentlichen Wahrnehmung.

 

3. Fehlausschleusungen aufgrund von Produkteffekten minimieren

Eine Herausforderung für die zuverlässige Identifizierung von Metallverunreinigungen ist der sogenannte „Produkteffekt“. Einige Lebensmittelprodukte wie frischer Fisch, Fleisch oder Milchprodukte weisen einen Feuchtigkeits- und Salzgehalt auf, der eine gewisse elektrische Leitfähigkeit erzeugt. Dies kann dazu führen, dass Metalldetektoren selbst bei einwandfreien Lebensmitteln eine mögliche Verunreinigung feststellen.

Internationale Standards der Lebensmittelsicherheit schreiben vor, dass jedes potenziell verunreinigte Nahrungsmittelprodukt aus der Produktion entfernt werden muss. Es ist dabei nicht von Relevanz, ob dieser Ausschluss tatsächlich auf eine Verunreinigung oder lediglich auf den Produkteffekt zurückzuführen ist. Metalldetektoren, die nicht richtig auf den Produkteffekt eingestellt sind (Produkteffekt-Kompensation), fördern somit Fehlausschleusungen und damit Lebensmittelverschwendung.

Innovative Metalldetektoren nutzen für sogenannte schwierige Produkte wie Fleisch-, Fisch- und Milcherzeugnisse, die starke Effekte erzeugen, bereits künstliche Intelligenz und können so den Produkteffekt nahezu komplett ausblenden. Durch diese neue KI-basierte Methode kann die Verschwendung von Lebensmitteln reduziert und zugleich die Erkennungsleistung gesteigert werden.

Bei bestimmten Anwendungen kann auch Röntgentechnologie eine gute Alternative sein, um die Lebensmittelverschwendung aufgrund von Fehlausschleusungen zu verhindern, die auf den Produkteffekt zurückzuführen sind.

 

Fazit

Um Lebensmittelverschwendung nachhaltig zu minimieren, müssen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen ergreifen. Finanzielle und ethische Anreize zur Minimierung industrieller Lebensmittelabfälle können mit Vorsichtsmaßnahmen zur Wahrung der Lebensmittelsicherheit in Konflikt geraten. Hier helfen innovative, präzise Inspektionstechnologien, um beiden Zielen gerecht zu werden: Einerseits schützen sie zuverlässig die Gesundheit der Verbraucher, andererseits verhindern sie die Verschwendung großer Mengen an Lebensmitteln und wertvoller Ressourcen.


Über Sesotec

Sesotec ist seit mehr als 40 Jahren einer der führenden Spezialisten für Fremdkörperdetektion und Materialsortierung. Wir entwickeln und bauen Hightech-Systeme für unterschiedlichste Anforderungen der Lebensmittelindustrie – in enger Kooperation mit unseren Kunden in aller Welt.


E-Book: Driving Impact – Safe food and saving food

7,71 Milliarden Menschen lebten 2019 auf der Erde. 2050 werden es laut Prognosen der Vereinten Nationen 9,74 Milliarden Menschen sein. Um die weltweite Lebensmittelversorgung künftig zu sichern, muss einerseits die Verschwendung reduziert und andererseits die Produktivität erhöht werden. In unserem E-Book zeigen wir u.a. welche Herausforderungen die Entwicklung der Weltbevölkerung und insbesondere die Lebensmittelsicherheit für Hersteller und -verarbeiter mit sich bringt und wie sie dennoch gemeistert werden können.

Anschrift
VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG
Promenadeplatz 12
D-80333 München
Telefon
+49 (0) 89 64949 - 0

Telefax
+49 (0) 89 64949 - 450