Über uns

Wir sind eine kontinuierlich wachsende Beteiligungsholding. Unser Fokus liegt sowohl in der Weiterentwicklung der bestehenden Gruppenunternehmen als auch in der Akquisition neuer Beteiligungen.

Unternehmer mit langer Historie

Wir haben die VTC seit Mitte der 1990er Jahre gemeinsam auf­gebaut. Zu Beginn haben wir im Auftrag von Investoren als klas­sische Private Equity-Gesellschaft agiert, seit Anfang der 2000er-Jahre verfolgen wir jedoch unsere ursprüng­liche Vision: Wir inves­tieren aus­schließlich unsere eigenen, selbst erwirt­schaf­teten Mittel und sind dadurch selbst zu Unter­nehmern geworden. Uns treibt die lang­fristige Weiter­entwicklung der VTC und ihrer Gruppen­unter­nehmen und nicht die kurz­fristige Perspektive auf einen schnellen Exit.

Holding mit Mehrwert

Wir verstehen uns als Sparrings­partner des Managements unserer Betei­li­gungen. Dabei unter­stützen wir bei der Strategie­ent­wicklung oder selektiv in stra­te­gischen Projekten. Die Grup­penun­ternehmen agieren eigenständig und autark, die Holding hält keine Zentral­funktionen vor. Wir vermeiden operative und finanzielle Ver­flech­tungen zwischen unseren Betei­li­gungs­unternehmen und stärken statt­dessen die Flexi­bili­tät und Hand­lungs­fähigkeit des Managements vor Ort.

Professionelle Akquisitionsprozesse

Mit unserer langjährigen Erfah­rung und unserem soliden finan­ziellen Back­ground – die Holding ist voll­ständig eigenkapital­finanziert – sind wir in Veräuße­rungs­pro­zessen seriöse und zuver­lässige Gesprächs­partner für Unter­nehmer oder Konzerne. Da wir selbst Unternehmer sind, können wir uns gut in die Situation unserer Gegenüber hinein­ver­setzen. Aufgrund unserer Struktur können wir schnell entscheiden und individuell angepasste Betei­li­gungs­modelle anbieten.

Werteorientierte Firmenkultur

Unser Team ist über die letzten zwei Jahrzehnte kontinuierlich gewachsen. Unsere Firmenkultur basiert auf Werten, die wir auch in unsere Gruppen­unter­nehmen trans­por­tieren. Für uns steht nicht nur die Erreichung kurzfristiger finanzieller Ziele im Vordergrund, sondern wir achten auf die lang­fris­tigen Aus­wir­kun­gen unseres Handelns. Unsere Investition in ein Unter­nehmen bedeutet gleichzeitig ein starkes Commitment gegenüber den Kunden, Mitar­beitern und Fremd­kapi­tal­gebern.

Unser Wertekatalog

VTC in Zahlen

EUR > 500 Mio.
Jahresumsatz
> 4.500
Mitarbeiter
EUR 300 Mio.
Eigenkapital
bis EUR 50 Mio.
Eigenkapital pro Transaktion

Das VTC-Team

Philipp Härtel
Philipp Härtel
Investment Analyst

Philipp Härtel ist seit 2020 Teil des Teams von VTC. Er arbeitet an laufenden Transaktionen und ist mit der Sondierung potentieller Beteiligungen und Märkte betraut.

Vor seinem Einstieg bei VTC war er im M&A Team von Harris Williams in Frankfurt tätig. Zu seinen weiteren Stationen zählen unter anderem die Beteiligungsgesellschaft Gimv, KPMG und ING Corporate Finance.

Herr Härtel hält einen Bachelor of Science in Ökonometrie der Universität Maastricht sowie einen Master of Science in Corporate Finance der Rotterdam School of Management.

Jürgen Leuze
Jürgen Leuze
Managing Partner

Jürgen Leuze hat in den Anfangsjahren der VTC an verschiedenen Indus­trie­konsoli­die­rungen mitgewirkt und zeitweise auch Geschäfts­führungs­mandate in Betei­ligungs­unter­nehmen übernommen. In den letzten Jahren hat Jürgen Leuze an diversen Unter­nehmens­trans­aktionen mitgewirkt und dabei breite Erfahrung in den Berei­chen Erneuerbare Energien sowie Industrie aufgebaut. Jürgen Leuze verant­wortet die Beteili­gung der VTC an der Baettr Holding GmbH.

Vor seinem Studium war Jürgen Leuze für die HypoVereinsbank AG in München tätig. Er kommt aus einer Unter­nehmer­familie in Baden-Württemberg und ist aktiver Gesell­schafter in der familien­eigenen Industriegruppe.

Jürgen Leuze hat einen Abschluss als lic.oec. (HSG) in Betriebswirtschaft mit der Vertiefung in Finanz- und Rech­nungs­wesen der Universität St. Gallen, Schweiz.

Stefan Leuze
Stefan Leuze
Managing Partner

Stefan Leuze hat zahlreiche Transaktionen der VTC in Deutsch­land und in der Schweiz begleitet, viele davon im Maschinen- und Anla­gen­bau. Er verantwortet die Betei­ligungen der VTC an der Sesotec GmbH und der JK-Gruppe.

Vor seiner Zeit bei der VTC war Stefan Leuze Partner einer Bera­tungs­firma und dort unter anderem als Interim Geschäfts­führer mit der Neu­aus­richtung mittel­stän­discher Unterneh­men betreut. Zu Beginn seiner Karriere war er für die Strate­gieberatung Bain & Company in München und London sowie für die HypoVereinsbank AG in München tätig. Darüber hinaus ist er im Verwal­tungs­rat der fami­lien­eigenen Unter­nehmens­gruppe tätig.

Stefan Leuze hat einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Sara Grauenhorst
Sara Grauenhorst
Leiterin Personal

Sara ist seit 2021 Teil des Teams der VTC. Sie verantwortet den Bereich Personal und ist HR-seitig in die Betreuung der Beteiligungsgesellschaften eingebunden.

Vor ihrem Einstig bei der VTC war Sara für Eversheds Sutherland in München tätig und verantwortete dort sämtliche HR-Themen der Fachbereiche Litigation & Dispute Management sowie Arbeitsrecht. Während dieser Zeit begleitete sie die Kanzlei im Rahmen verschiedener Umstrukturierungen strategisch sowie operativ bei allen personalrelevanten Maßnahmen.

Frau Grauenhorst hält einen Bachelor of Laws mit dem Schwerpunkt Human Resource Management der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, München.

Julius Mährlein
Julius Mährlein
Investment Director

Julius Mährlein ist seit 2015 für die VTC tätig. Er begleitet Unter­neh­mens­transak­tionen und ist in die Ent­wick­lung der Beteili­gung­sunter­nehmen eingebunden.

Von 2011 bis 2014 war er für die Investment Bank GCA Altium tätig und hat an einer Vielzahl von M&A-Transaktionen auf der Käufer- wie auch Verkäuferseite mitgewirkt. Zudem hat er in seiner Zeit bei GCA Altium umfangreiche Kapital­markt­erfahrung erworben. Seine Branchen­schwer­punkte waren dabei Kon­sum­güter und Handel.

Julius Mährlein hält einen Bachelor sowie einen Master of Science in International Business der Universiteit Maastricht, Niederlande.

Richard G. Ramsauer
Richard G. Ramsauer
Managing Partner

Richard Ramsauer hat für die VTC zahlreiche Unternehmens­trans­ak­tionen in den Berei­chen Industrie, Infra­struktur­technik und Elektronik durchgeführt. Er betreut die Betei­li­gung der VTC an der FRIWO AG. Richard Ramsauer ver­ant­wortet auch die Öffentlichkeits­arbeit der VTC.

Zuvor war Richard Ramsauer mehrere Jahre für die Strategie­beratung Bain & Company in München und Stockholm tätig. Während seiner Beratungs­tätigkeit verantwortete er Effizienz­programme und Strategie­projekte im Industrie- und Rohstoff­sektor. Darüber hinaus ist Richard Ramsauer im familien­eigenen Forstbetrieb aktiv.

Richard Ramsauer hat einen Abschluss als lic.oec. (HSG) in Betriebs­wirtschaft der Uni­versität St. Gallen, Schweiz, sowie einen MBA der University of Chicago, USA. Richard Ramsauer ist österreichischer Staatsbürger.

Dr. Thomas Robl
Dr. Thomas Robl
Managing Partner

Vor Gründung der VTC im Jahr 1992 war Thomas Robl mehrere Jahre für die IMM Industrie Management München tätig, damals eine der ersten deutschen Betei­li­gungs­gesell­schaften.

Während seiner Tätigkeit bei der VTC hat Thomas Robl seine umfang­reiche Trans­aktions­erfahrung im Rahmen von zahl­reichen Unter­neh­mens­trans­ak­tionen einge­bracht. In den Anfangsjahren der VTC hat er eine Reihe von Industrie­konsoli­dierungen umgesetzt und bei einzelnen Betei­li­gungen auch operative Ver­ant­wortung übernommen. Thomas Robl hat bei der Gründung eines führenden Emissions­hauses für Private Equity Dachfonds mitgewirkt und sitzt heute im Auf­sichtsrat der Gesell­schaft.

Thomas Robl hat einen Abschluss als Dr. rer. nat. in Physik der Technischen Universität München sowie einen MBA von INSEAD, Frankreich.

Dr. Ulrich Wolfrum
Dr. Ulrich Wolfrum
Partner

Ulrich Wolfrum ist seit 2000 bei der VTC und hat bei zahlreichen Unter­nehmens­transaktionen mitgewirkt sowie diverse strategische Projekte und Add-on-Akqui­si­tionen bei Beteiligungs­firmen verantwortet. Er ist heute Ansprech­partner für M&A-Berater bzw. Invest­ment­banken und verantwortet den Bereich Deal Generation bei der VTC.

Nach seinem Studium war Ulrich Wolfrum mehrere Jahre für die Strate­gie­beratung A.T. Kearney in München und Düsseldorf tätig. Sein Schwerpunkt lag auf Kunden in den Bereichen Konsum­güter, Handel und Energie, bei denen er neben Effizienz­steige­rungen auch an der Entwicklung und Umsetzung von Strategie­projekten mitwirkte. Er konnte hierbei auf die Erfahrungen aus seinem elterlichen Unternehmen zurückgreifen.

Ulrich Wolfrum hat einen Abschluss als Dr. oec. publ. sowie Diplom-Kaufmann der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Karriere

Derzeit bieten wir folgende offenen Stellen an:

Investment Associate (m/w/d)

Unsere Mehrheitsbeteiligungen

Baettr Holding GmbH

Baettr  ist ein führender Komponentenlieferant für die Windindustrie. Die Firma ist spezialisiert auf die Serienproduktion von kundenspezifischen Großgusskomponenten für On- und Offshore Märkte inkl. CNC-Bearbeitung, Oberflächenbehandlung sowie Vormontageleistungen. Die internationale Präsenz mit drei Gießereien, zwei Bearbeitungsstandorten und zwei Standorten zur Oberflächenbearbeitung in Europa und Asien ermöglicht es Baettr, weltweit Kunden zu beliefern.

Sitz
Stade (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
240
Mitarbeiter
1.100
FRIWO AG

Die FRIWO AG entwickelt, produziert und vertreibt als international agierender Systemanbieter von Hard- und Softwarelösungen leistungsfähige und hochwertige Produkte entlang des elektrischen Antriebsstrangs. Wesentliche Anwendungsbereiche sind die Elektromobilität, mobile Werkzeuge, die Medizintechnik und diverse industrielle Applikationen. Durch eine globale Produktions- bzw. Beschaffungsstruktur ist es der FRIWO möglich, technologisch führende Produkte zu überzeugenden Preisen anbieten zu können.

Sitz
Ostbevern (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
100
Mitarbeiter
>2.500
JK-Gruppe GmbH

Die JK-Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller von Investitionsgütern für die Besonnungs-, Fitness- und Beauty-Branche. Am Standort Windhagen entwickelt und produziert das Unternehmen Geräte unter den Markennamen „Ergoline“, „Beauty Angel“, „Sonnenengel“ und „Wellsystem“. Die Anwendungsbereiche umfassen kosmetische Besonnungen, Rotlicht- und Nahinfrarot-Anwendungen für schönere Haut sowie Wasserstrahl-Massagen.

Sitz
Windhagen (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
85
Mitarbeiter
350
Sesotec GmbH

Die Sesotec produziert Geräte und Systeme für die Fremdkörper­detektion /-separation, die Produkt­inspek­tion und die Sortierung von Stoffströmen für die Lebens­mittel-, Kunststoff-, Pharma-, Holz- und Recy­cling­industrie. Die weltweit marktführende Stellung von Sesotec basiert auf hoher Kompetenz in einem breiten Technologie-Spektrum. Nach wie vor werden alle Systeme und Geräte in Deutschland entwickelt, konstruiert und hergestellt. Der Exportanteil der Produkte beträgt über 50 Prozent.

Sitz
Schönberg (Deutschland)
Umsatz (EUR Mio.)
75
Mitarbeiter
500

Welche Unternehmen suchen wir?

Wir wollen weiter wachsen und suchen laufend neue Beteiligungs­­möglichkeiten. Unsere Entschei­dungs­wege sind kurz und wir bearbeiten bei uns eingehende Beteiligungs­opportunitäten schnell und diskret.

Uns zeichnet eine kreative und flexible Heran­gehens­weise an jede neue Beteili­gungs­situation aus. Da wir im Unterschied zu Private Equity-Firmen eigenes Geld investieren, sind wir nicht Exit-orientiert, sondern verfolgen eine lang­fristige Ent­wick­lungsperspektive.

Wir suchen Unter­nehmen, die die nach­fol­genden Kriterien erfüllen:

Branchen:

Wir haben keinen Branchen­fokus. In der Vergan­genheit konnten wir umfang­reiche Erfahrungen in produk­tions­orientierten Branchen, verschiedenen Dienst­leistungen und im Handel sammeln.

Unternehmensgröße:

Die Gruppenunternehmen der VTC weisen aktuell einen Umsatz zwischen EUR 75 Mio. und EUR 240 Mio. auf. Auch im Fall von nachvoll­ziehbarem Wachs­tums­potential sollte ein poten­tieller Betei­ligungs­kandidat einen Umsatz von mehr als EUR 10 Mio. aufweisen.

Für unsere Tochter­unternehmen suchen wir je nach Ausgangs­lage auch kleinere Akqui­sitions­kandi­daten.

Beteiligungshöhe und regionaler Fokus:

Bei unseren Investitionen streben wir Mehrheits­betei­ligungen an, die Übernahme quali­fizierter Minder­heits­beteili­gungen ist jedoch auch möglich. Wir inves­tieren pro Transaktion Eigen­mittel von bis zu EUR 50 Mio., größere Inves­titionen prüfen wir zusammen mit Partnern.

Unser regionaler Investi­tions­schwer­punkt liegt in Deutschland und den angrenzenden Ländern.

Aktuelles

E-Book: Food Safety - Was Lebensmittelverarbeiter wissen müssen

E-Book: Food Safety - Was Lebensmittelverarbeiter wissen müssen

Die wachsende Weltbevölkerung und der steigende Lebensstandard bringen viele Herausforderungen mit ....

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E-Book: Food Safety - Was Lebensmittelverarbeiter wissen müssen

E-Book: Food Safety - Was Lebensmittelverarbeiter wissen müssen

Die wachsende Weltbevölkerung und der steigende Lebensstandard bringen viele Herausforderungen mit sich und gerade an die Lebensmittelindustrie sind die Erwartungen hoch: die Produkte sollen gut schmecken, sicher, qualitativ hochwertig, vielfältig und überall und jederzeit verfügbar sein. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, setzen Hersteller und Verarbeiter in der Lebensmittelproduktion auf neue Technologien sowie Automatisierung und Digitalisierung. Eine der wichtigsten Errungenschaften moderner Lebensmittelherstellung und -verarbeitung
ist die verbesserte Lebensmittelsicherheit. Umfangreiche Qualitätsmanagementsysteme ermöglichen höchste Sicherheitsstandards. Durch Risikoanalysen und systematische Kontrollen nimmt die Ernährungsindustrie ihre Verantwortung für die Sicherheit und Qualität ihrer Produkte wahr.

Industrielle Lebensmittelproduktion heißt auch ressourcenschonende Lebensmittelproduktion. Um langfristig am Markt erfolgreich sein zu können, ist für die Unternehmen der Ernährungsindustrie nachhaltiges Wirtschaften von höchstem Interesse. Verluste im Produktionsprozess bedeuten Kosten und Verschwendung. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern auch ein ethisches.

Last but not least ist die Lebensmittelindustrie eine der meist regulierten Branchen überhaupt. Hersteller und Verarbeiter müssen bei der Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln eine Vielzahl von Gesetzen, Regeln, Vorschriften, Verordnungen und Richtlinien beachten.

Mit diesem E-Book wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Faktoren, die in der Lebensmittelindustrie eine wichtige Rolle spielen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.


 

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Recyclingquote, Rezyklatanteil und die Auswirkungen auf die Kunststoffindustrie

Recyclingquote, Rezyklatanteil und die Auswirkungen auf die Kunststoffindustrie

Auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist es das erklärte Ziel von Industrie, Gesellschaft und Politik, die Abfälle von heute in Sekundärrohstoffe....

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Recyclingquote, Rezyklatanteil und die Auswirkungen auf die Kunststoffindustrie

Recyclingquote, Rezyklatanteil und die Auswirkungen auf die Kunststoffindustrie

Was versteht man unter der Recyclingquote?

Als Recyclingquote bezeichnet man den Anteil der tatsächlich aus dem Abfall recycelten Wertstoffe. Hier wird unterschieden in Sekundärbauteile (komplette, wiederverwertbare Bauteile) und Sekundärrohstoffe. Welche Bezugszahlen für die Berechnung der Recyclingquote jedoch genau verwendet werden, ist ebenso vielfältig wie umstritten. Denn häufig wird die Recyclingquote gleichgesetzt mit der Verwertungsquote. Während jedoch letztere auch die energetische Verwertung von Wertstoffen aus Abfall umfasst – also Energierückgewinnung durch Verbrennung und somit Ressourcenverschwendung –, schließt die Recyclingquote diese Art der Verwertung aus.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz definiert in Paragraph 3 Absatz 25 Recycling als „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden.“ Ferner wird ausgeführt, dass Recycling die „energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind“ ausschließt (Absatz 23a).

Laut der Studie Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2019 werden hierzulande 99,4% der insgesamt 6,3 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle verwertet, doch nur 47% werden recycelt. Von Kunststoffabfällen aus privaten Haushalten werden sogar nur 33% recycelt. Der Grund für diese Diskrepanz ist, dass Kunststoffe in der Industrie meist sauber und sortenrein anfallen, in Haushalten jedoch stark vermischt.

Hier kommt es unter anderem auf die richtige Mülltrennung durch die Verbraucher an, denn vermischte Abfälle sind schwierig zu recyceln. Je besser zuhause getrennt wird, desto leichter können die unterschiedlichen Verpackungen in den Anlagen  sortiert und folglich auch recycelt werden.

 

EU-Abfallrahmenrichtlinie

Um die Recyclingquote bei Siedlungsabfällen zu erhöhen, wurde 2018 die EU-Abfallrahmenrichtlinie von 2008 nochmals verschärft. Sah die ursprüngliche Richtlinie bis 2020 für jedes Land eine Recyclingquote von 50% für bestimmte Materialien vor, sind es laut der novellierten Abfallrahmenrichtlinie (EU-RL 2018/851/EG) bis 2025 55%, 60% bis 2030 und sogar 65% bis 2035. Auch hat sich mit den neuen EU-Vorgaben die Berechnung der Recyclingquote geändert. Bisher orientieren sich die EU-Mitgliedstaaten an sogenannten Inputberechnungen. Das heißt, es wird gezählt, was aus einem Sammelsystem ins Recycling gelangt. Künftig gelten EU-weit Output-orientierte Quoten. Es gelten somit nur solche Abfälle als recycelt, die auch tatsächlich wiederverwertet werden. Um eine einheitliche Anwendung der Berechnungsvorschriften zu gewährleisten, hat die EU-Kommission konkrete Berechnungs- und Messungspunkte für die häufigsten Abfälle und Recyclingverfahren festgelegt.

Wie hat sich die Recyclingquote bei Kunststoff in den letzten Jahren entwickelt?

2019 fielen in Deutschland 6,28 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an. Etwa 85,2% dieser Abfälle entstanden nach Gebrauch (sog. Post-Consumer-Abfälle). Die restlichen 14,8% fielen bei der Herstellung und vor allem bei der Verarbeitung von Kunststoffen an. Das klingt nach jeder Menge Recycling-Material. Doch weit gefehlt. Wie aus dem 2019 von der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten Plastikatlas hervorgeht, werden 60% unseres Plastikmülls "energetisch verwertet". Die restlichen knapp 40 Prozent werden recycelt.

Entwicklung des Recyclings von Kunststoffverpackungen

Laut der IK Industrie­vereinigung Kunststoff­verpackungen e.V lässt sich seit In-Kraft-Treten des deutschen Verpackungsgesetzes im Jahr 2019 ein deutlicher Positivtrend bei den Recyclingquoten von Kunststoffverpackungen beobachten. Diese sind, wie einer Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung zu entnehmen ist, in 2019 im Bereich des privaten Endverbrauchs um 12,3% gestiegen. Demzufolge liegen im Jahr 2019 Kunststoffverpackungen bei Quoten von insgesamt 55,2%, bezogen auf den Gesamtmarkt. So konnte laut der ZSVR (Zentrale Stelle Verpackungsregister) die sehr ambitionierte gesetzliche Recyclingquote von 58,5% nahezu erreicht werden.

IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: „Der sprunghafte Anstieg des Recyclings ist ein grandioser Erfolg des neuen Verpackungsgesetzes, für das sich unsere Branche eingesetzt hat.“

Gleichzeitig betont Schmidt, dass nun die Kreislaufwirtschaft weiter an Fahrt aufnehmen müsse und es jetzt darum ginge, die finanziellen Anreize für recyclingfähiges Verpackungsdesign zu stärken, damit sich Investitionen in neue Verpackungsdesigns auch für jedermann bezahlt machen. Für 2022 ist eine erneute Überprüfung des Verpackungsgesetzes angedacht.

Was versteht man unter Rezyklaten?

Der Begriff „Rezyklat“ findet vor allem in der Kunststoffindustrie Verwendung und steht synonym für wieder aufbereitete Kunststoffabfälle. Rezyklate werden je nach Zustand der zu recycelnden Kunststoffabfälle mittels unterschiedlicher Wiederaufbereitungsverfahren gewonnen. Grundsätzlich werden Kunststoffrezyklate in zwei Kategorien unterteilt: „Post Industrial Rezyklate“ und „Post Consumer Rezyklate“.

Post Industrial Rezyklate

Post Industrial Rezyklate werden aus industriellen Abfällen gewonnen, die während des Produktionsprozesses als Ausschuss anfallen. Meist fallen sie sortenrein an und können somit ohne großen Sortier- und Reinigungsaufwand mit Hilfe spezieller Kunststoffmühlen zerkleinert und wiederverwertet werden. Post Industrial Rezyklate sind aufgrund des sauberen Ausgangsmaterials besonders hochwertig und werden aus diesem Grund von vielen Unternehmen bevorzugt eingesetzt. Und doch gibt es Anwendungsbereiche wie Lebensmittel, Kosmetik und Pharma, in denen selbst die sortenreinen Post Industrial Rezyklate aufgrund höchster Anforderungen an Produktsicherheit und-hygiene nicht oder nur begrenzt eingesetzt werden dürfen.

Post Consumer Rezyklate

Diese Rezyklate werden aus den Abfällen der Endverbraucher, sprich dem gelben Sack bzw. der gelben Tonne, gewonnen. Post Consumer Abfälle werden gesammelt, nach Kunststoffart (PP, PE, PS) sortiert, zerkleinert, gewaschen und anschließend zu Kunststoffgranulat geschmolzen. Da im gelben Sack Verpackungen aus unterschiedlichsten Plastiksorten vermischt sind, ist die Aufbereitung zu hochwertigem Rezyklat anspruchsvoller und bedarf modernster Recycling- und Sortieranlagen.

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Entwicklung des Rezyklatanteils und die Folgen für die Kunststoffindustrie

Rezyklate werden als Rohstoff für neue Kunststoffprodukte immer wichtiger. Das zeigte auch das 2019 erschienene Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland. So wurden 2019 13,7% der gesamten Kunststoffverarbeitungsmenge durch Rezyklate gedeckt. Seit der letzten Erhebung 2017 stieg die Rezyklatmenge pro Jahr um rund 5%. Doch es gibt beim Einsatz von Rezyklaten noch deutlich Luft nach oben.

Die IK (Industrievereinigung Kunststoffverpackungen) sieht die Haupthemmnisse für den Rezyklateinsatz in der mangelnden Verfügbarkeit und teilweise minderwertigen Qualität des Rezyklatmaterials. Recycler und Entsorgungsverbände fordern daher schon seit Mitte 2020 Maßnahmen der Politik. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller von den Grünen warb beim Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress in Stuttgart für einen „verpflichtenden Rezyklatanteil bei Kunststoffen". Der Bundesrat jedoch wies die Forderung nach nationalen Rezyklat-Einsatzquoten für bestimmte Produkte zurück. Der Grund: Während Kunststoff-Rezyklate in vielen Bereichen, wie im Bau-, Verpackungs- und Landwirtschaftssektor bereits routinemäßig zum Einsatz kommen, sind die Hürden in anderen Bereichen wie Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen, die besondere Anforderungen an die Qualität der Rezyklate stellen, sehr hoch. Für solch sensible Anwendungen stehen aktuell noch nicht die erforderlichen Mengen und Qualitäten von Sekundärrohstoffen zur Verfügung.

Die Qualität und Sicherheit von Produkten darf jedoch keinesfalls durch den Einsatz von Rezyklaten beeinträchtigt werden. Laut der IK spielt zum einen eine optimierte Abfalltrennung durch den Verbraucher eine tragende Rolle, zum anderen braucht es Investitionen in Hightech-Sortierung und hochwertige Aufbereitung, um die geforderten Mengen zu bewältigen und optimal zu sortieren. Nur durch ein reibungsloses Zusammenspiel aller Beteiligten – vom Konsumenten über den Recycler bis hin zu Herstellern und Verarbeitern – lässt sich langfristig ein stabiler Markt für Rezyklate etablieren.

Herausforderungen für Recycler, Kunststoffhersteller und -verarbeiter

Durch die steigenden Anforderungen an Rezyklatmenge und -qualität steigt nicht nur der Druck auf die Recycler, mehr sortenreines Material herzustellen. Auch die Hersteller und Verarbeiter müssen mehr Rezyklat einsetzen, um künftig Kundenwünschen und gesetzlichen Vorgaben nachkommen zu können. Zum einen müssen Maschinen teilweise nachgerüstet werden, um mehr Materialien verarbeiten zu können, zum anderen bedarf es modernster Materialanalysesysteme, Sortiergeräte und Metallseparatoren, um auch mit minderwertigen Qualitäten umgehen und eventuelle Störstoffe zuverlässig beseitigen zu können.

Fazit

Die Begriffe Recyclingquote und Rezyklatanteil werden oft synonym verwendet, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen. Während die Recyclingquote den Anteil an wiederverwerteten Abfällen darstellt, versteht man unter dem Rezyklatanteil den Anteil an Sekundärrohstoffen, die in neue Produkte einfließen. Beides – Recyclingquote und Rezyklatanteil – sind wichtige Faktoren für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Die Recyclingquote ist jedoch nur schwer nachvollziehbar. Bisher wurde alles berechnet, was aus einer Sortieranlage ins Recycling geht. Verluste beim Recyclingprozess, wie etwa die Verbrennung von Störstoffen, wurden bislang bei der offiziellen Quote mit einbezogen. Die Recyclingquote bedingt jedoch unmittelbar die Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen. Je mehr stofflich verwertet wird, desto mehr Material steht für die Herstellung von Rezyklat zur Verfügung. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, muss die Recyclingquote und damit einhergehend auch der Einsatz von Rezyklaten bei der Herstellung neuer Produkte deutlich erhöht werden. Hierfür bedarf es zum einen weiterer Maßnahmen der Politik und zum anderen die Bereitschaft aller Beteiligten, seien es Verbraucher, Recycler, Hersteller oder Verarbeiter, ihren Beitrag zu leisten und an einem Strang zu ziehen.


Neues E-Book:  Die Kreislaufwirtschaft - Herausforderungen und Chancen für Recycler und Kunststoffverarbeiter

In diesem umfassenden E-Book erhalten Sie Einblick in die wichtigsten Faktoren der Circular Economy. Dabei betrachten wir insbesondere das Ziel der Schaffung einer Kreislaufwirtschaft, die nicht nur für Mensch und Umwelt sondern auch für Recycler, Kunststoffhersteller- und Verarbeiter profitabel sein muss.

Reinheit für chemische Produkte durch präzise Qualitätskontrolle

Reinheit für chemische Produkte durch präzise Qualitätskontrolle

Das Problem: Strengste Qualitätsansprüche in der chemischen Industrie

Die Qualitätsanforderungen der chemischen Industrie sind besonders hoch. Als Dienstleiter dieser Industrie stellt sich die Schirm GmbH der Herausforderung und legt größten Wert auf Qualität, Transparenz, Zuverlässigkeit, Ressourcenschonung sowie auf den Schutz und die Sicherheit für Mensch und Umwelt.

Bei der Veredlung von Schüttgütern spielen Metalldetektoren eine wesentliche Rolle, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität und -sicherheit zu gewährleisten. Gleichermaßen erwarten die Kunden, dass die Anlagen schnell umzurüsten sind, um hohe Flexibilität und Effizienz zu erreichen. Rahmenparameter des Projektes waren neben dem Einsatz in ATEX- 20-Zone eine kompakte Bauweise wegen beengter Platzverhältnisse.

Die Lösung: Reinste chemische Produkte durch mehrstufige und präzise Metalldetektion

Der Metallseparator RAPID PRO-SENSE mit Control Unit GENIUS+ verfügt durch die innovative HRF-Technologie (High Resolution Frequency) über eine extrem hohe Tastempfindlichkeit. Das Detektionssignal wird mit einer speziellen Frequenz gesendet und ausgewertet. Neben Eisen- und Buntmetallen können sogar kleinste Partikel von nichtmagnetischem Edelstahl optimal detektiert und separiert werden. Die Control Unit GENIUS+ mit Touchscreen ermöglicht eine Qualitätskontrolle ohne großen Aufwand, da die Daten per USB Stick gesichert und weiterverarbeitet werden können.

Außerdem bietet das modulare Gerätekonzept Flexibilität. Der Metallseparator RAPID PRO-SENSE kann maßgeschneidert an die kunden- und materialspezifischen Anforderungen angepasst werden. Bei beengten bzw. ungünstigen Platzverhältnissen z.B. mit einem drehbaren Schlechtauslauf. Die Montage erfolgt durch Standard-Jacob-Anschluss-Systeme schnell und mit geringem Aufwand.
Der Metall-Separator RAPID PRO-SENSE mit runder Ausscheidemechanik, ohne Totecken, wird bei der Herstellung von pulverartigem, empfindlichem Material mit hohen Ansprüchen an Reinigbarkeit und häufigen Materialwechseln hauptsächlich zur Qualitätskontrolle im Warenausgang eingesetzt.Alles in allem, überzeugt der RAPID PRO-SENSE mit hoher Leistung, einfacher Reinigung und flexiblen Installationsmöglichkeiten.
Um die Produktqualität weiter zu erhöhen, wird der Inline-Magnet-Separator MAGBOX eingesetzt. Durch die extrem hohen Kräfte des Neodym- Magnetmaterials ist es möglich, selbst Eisen-Staub und schwach magnetisierte Edelstahl-Partikel aus dem Produktstrom zu trennen. Magnet-Separatoren, die induktiven Metall-Separatoren vorgeschaltet sind, sortieren Fe-Metalle aus und entlasten damit die induktive Separation.

Der Kundennutzen: Schirm liefert höchste Qualität

Als flexibler und erfahrener Produktionsdienstleister entwickelt die Schirm GmbH das Dienstleistungsangebot kontinuierlich und angepasst an die Aufgabenstellungen weiter. Mit der unkomplizierten Installation der Kombination aus Metalldetektor und Magnet, erzielt Schirm reinste Produkte mit größtem Mehrwert für die Kunden.

Außerdem ist festzuhalten, dass für den Erfolg dieses Projektes die technischen Features des Metallseparators und des Magnetsystems sowie die enge Zusammenarbeit der Projektpartner Schirm und Sesotec entscheidend waren.

Download Case Study

 Reinheit für chemische Produkte durch präzise Qualitätskontrolle

Connected – FRIWO & Brekr gestalten gemeinsam die Zukunft der Elektromobilität

Connected – FRIWO & Brekr gestalten gemeinsam die Zukunft der Elektromobilität

„Die Erde erwärmt sich, und die Auswirkungen auf den Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen sind enorm. Da CO2 den größten Beitrag zur globalen Erwärmung leistet...

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Connected – FRIWO & Brekr gestalten gemeinsam die Zukunft der Elektromobilität

Connected – FRIWO & Brekr gestalten gemeinsam die Zukunft der Elektromobilität

„Die Erde erwärmt sich, und die Auswirkungen auf den Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen sind enorm. Da CO2 den größten Beitrag zur globalen Erwärmung leistet, ist es notwendig, die Emissionen zu reduzieren. Elektrisches Fahren ist eine der Lösungen. Unsere Aufmerksamkeit liegt auf dem Akku, weil sich dort noch Verbesserungen erzielen lassen.“

Brekr Team

Im Jahr 2018 wurde offiziell mit der Entwicklung von Brekr begonnen. Seitdem arbeitet das Team mit Spezialisten, Experten, Enthusiasten und Lieferanten zusammen die dessen Leidenschaft für elektrisches Fahren, Technik und Design teilen. Von Beginn an verfolgten die Gründer Jasper Hagedoorn und Niels Willems eine bestimmte Mission: Die Realisierung eines konsequent zu Ende gedachten E-Mobility-Konzepts.

Seit der Gründung konzentrierte sich das niederländische Unternehmen auf die wichtigsten technischen Komponenten. Das Team suchte nach einem leistungsfähigen Motor, einer Batterie mit optimaler Kapazität und einem Controller, der diese effizient steuert.

FRIWO als Brekrs Systempartner der Wahl

Nach zahlreichen Tests und Untersuchungen stand fest: FRIWOs ganzheitliche Systemlösungen stechen in diesem noch recht jungen Markt besonders hervor. Alle benötigten Informationen konnten von FRIWO jederzeit zur Verfügung gestellt werden, sodass es dem Brekr-Team gelang eine optimale Funktionsfähigkeit zu erreichen. Brekr und FRIWO bilden ein hervorragendes Match und setzen auf eine langfristige Kooperation, um weiterhin höchsten E-Mobility-Fahrkomfort zu bieten.

Details zu dieser Success Story und weiteren spannenden E-Mobility Projekten erfahren Sie hier!

Der Beitrag Connected – FRIWO & Brekr gestalten gemeinsam die Zukunft der Elektromobilität erschien zuerst auf FRIWO.

VISUDESK – Neue Visualisierungssoftware von Sesotec

VISUDESK – Neue Visualisierungssoftware von Sesotec

Mehr Wertschöpfung durch digital gesteuerte, vernetzte Sortierprozesse

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VISUDESK – Neue Visualisierungssoftware von Sesotec

VISUDESK – Neue Visualisierungssoftware von Sesotec

Betreiber von Sortier- und Recyclinganlagen sind permanent gefordert, die Produktqualität und die Effizienz von Prozessen zu verbessern. Prozessdaten spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn mithilfe solcher Daten lassen sich fundierte Entscheidungen treffen und gezielte Maßnahmen festlegen, die Sortierprozesse transparenter machen und die Effizienz steigern, um summa summarum mehr Profitabilität zu generieren.

Um Betreiber von Sortier- und Recyclinganlagen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, hat Sesotec, einer der führenden Hersteller von Geräten und Systemen für die Fremdkörperdetektion und die Materialsortierung/-analyse, die neue VISUDESK Visualisierungssoftware für Sortiermaschinen entwickelt.

Mehr Transparenz

Auf das Browser-basierte Dashboard der Visualisierungssoftware VISUDESK kann einfach über Desktop, Tablet oder Smartphone zugegriffen werden. Die gelieferten Berichte und Statistiken ermöglichen eine zentrale Überwachung, Visualisierung und Steuerung von Sortierprozessen, was zur Erhöhung der Produktqualität und zur Verbesserung der Prozesseffizienz führt. Treten kritische Maschinenzustände auf, die z.B. einen Anlagenstillstand signalisieren, können individuelle E-Mail-Benachrichtigungen an die zuständigen Mitarbeiter konfiguriert werden.

Mehr Kontrolle

Mit der Visualisierungssoftware VISUDESK lassen sich die Prozess- und Verbrauchsdaten aller miteinander vernetzten Sesotec Sortier- und Metallsuchgeräte übersichtlich darstellen. Eine solche Darstellung der gesamten Sortierlinie sowie eine Gruppierung der Geräte ermöglichen ein einfaches Erstellen von Anlagenkonfigurationen und eine automatische Produktumstellung. Bei Bedarf liefern Sesotec-Techniker fachkundige Unterstützung bei der Prozessoptimierung.

Mehr Profitabilität

Schnelle, linienübergreifende Rückmeldungen zu Maschinenleistung und Durchsatz erlauben es, die Prozesse kontinuierlich zu verbessern. So lassen sich Produktivität und Effizienz maximieren, Prozesse und sortierte Materialien besser überwachen und steuern, wodurch die Profitabilität erhöht wird. Darüber hinaus tragen vorbeugende Wartung und damit verbunden die Reduzierung von Stillständen dazu bei, dass Sortierprozesse mit maximaler Wertschöpfung störungsfrei ablaufen.

 

> Erfahren Sie hier mehr zu VISUDESK

 

Das neue FRIWO SDK - Für noch mehr Möglichkeiten

Das neue FRIWO SDK - Für noch mehr Möglichkeiten

Das FRIWO SDK ist ein All-in-One-Tool, das Entwicklersoftware bündelt und eine durchgängige Lösung für das Setup der Entwicklungsumgebung für FRIWO E-Mobility Produkte bietet...

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Das neue FRIWO SDK - Für noch mehr Möglichkeiten

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Was ist ein SDK?

In einem Software Development Kit, kurz SDK, finden Entwickler viele hilfreiche Ressourcen, die sie zur Erstellung einer Software mittels einer bestimmten Technologie benötigen: Dokumentationen, Werkzeuge, Bibliotheken und auch Beispiele.

FRIWO Software Development Kit- Erfahren Sie mehr!

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Mit dem FRIWO SDK lassen sich einzelne Module aus der Firmware für die FRIWO E-Mobility Produkte (MCU, BMS und Battery Pack) direkt programmieren. Damit ermöglicht es die Fokussierung auf die für Sie relevante Anwendungsentwicklung. Gleichzeitig wird von ausgereifter FRIWO Basissoftware profitiert. Im Zusammenspiel mit dem FRIWO Enable Tool lassen sich die selbst entwickelten Parameter live anzeigen oder modifizieren. Die selbst entwickelte Firmware lässt sich wie gewohnt auf die eigenen Flotten ausrollen.

#friwo #software #innovation #technology #softwaredevelopment #softwareengineering #softwaresolutions

New Managing Director for our facility in India.

New Managing Director for our facility in India.

We are we pleased to announce that Prakash Khose has been appointed as Managing Director of our upcoming facility in India...

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New Managing Director for our facility in India.

New Managing Director for our facility in India.

We are we pleased to announce that Prakash Khose has been appointed as Managing Director of our upcoming facility in India. Prakash joins Baettr with more than 30 years of experience within forging, casting, machining and assembly related work across multiple industries.

“I am very excited that Prakash is joining Baettr. Prakash possesses a good balance of leadership skills and applied technical understanding, combined with international outsight. In Prakash, Baettr gets an ideal match between our corporate ambition and company values," states Peter Pallishøj, CEO of Baettr.

Regarding his entry to the Managing Director position on April 1st 2021, Prakash Khose remarks: “I am privileged to be part of Baettr's ambitions for India and the company's global setup. For the upcoming facility in Chennai, India, the safety and sustainability standards will be inherent to the operational plan, reflecting our commitment towards all stakeholders. I very much look forward to the exciting journey as a part of Baettr."

#Baettr #Renewableenergy #windenergy

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Für die Lebensmittelsicherheit in produzierenden und verarbeitenden Unternehmen ist ein gut funktionierendes Fremdkörpermanagement von entscheidender Bedeutung.....

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Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Wie effektiv ist Ihr Fremdkörpermanagement?

Was bedeutet Fremdkörpermanagement? Warum ist es wichtig?

Das Fremdkörpermanagement ist ein Verfahren zur Untersuchung, Identifikation und Vermeidung von Verunreinigungen in der industriellen Lebensmittelproduktion.

Im Zeitalter der Globalisierung ein wichtiges Unterfangen, schließlich steigt das Risiko kontaminierter Lebensmittel mit der Komplexität der Lieferketten. Die Produkte durchlaufen mehrere Stationen und werden einer Vielzahl von Verarbeitungsschritten unterzogen. Die weltweite Verflechtung von Landwirtschaft, Verarbeitung, Produktion, Transport und Konsum ist schließlich notwendig, um eine stetig wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können. Ein adäquates Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle reduziert das Risiko verunreinigter Lebensmittel zu Gunsten des Endverbrauchers und schützt die Produktion sowie das Image von Unternehmen der Lebensmittelindustrie.

Die globalen Verflechtungen der Lebensmittelbranche sind komplex: ob bei der Erzeugung, in der Logistik oder beim Verkauf.

Die frühzeitige Erkennung und Prävention von Verunreinigungen fördert zugleich die Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit in der gesamten Versorgungskette. Der schnelle Ausschluss kontaminierter Lebensmittel aus dem Produktionskreislauf schont Ressourcen, die man für die weitere Verarbeitung und den Transport verbrauchen würde. Zugleich minimiert ein effizientes Fremdkörpermanagement das Risiko, dass verunreinigte Lebensmittel auch andere Produkte kontaminieren und beugt somit Lebensmittelverschwendung vor.

Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Protokolle für die Fremdkörperkontrolle

Alle international anerkannten Standards für Lebensmittelsicherheit basieren auf dem HACCP-Konzept. Hierbei werden potenzielle Gefahrenquellen für die Lebensmittelsicherheit identifiziert und bewertet, um ein Verfahren zur proaktiven Risikokontrolle und -reduzierung zu etablieren. Fremdkörper gehören zu den häufigsten Arten von Verunreinigungen. Entsprechend bewerten zertifizierende Organisationen in Audits auch stets die Protokolle zur Untersuchung, Identifikation und letztlich Vermeidung von Verunreinigungen in Lebensmitteln.

Ein adäquates Fremdkörpermanagement ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung nach beispielsweise DIN EN ISO 22000, IFS, BRCGS, SQF, FSSC 22000. Wenngleich sich die Standards in ihren Anforderungen hinsichtlich präventiver Maßnahmen unterscheiden, erfordern sie alle den Einsatz von Methoden zur Erkennung und Entfernung physikalischer Fremdkörper, die zudem regelmäßig validiert und verifiziert werden müssen.

Einige der Anforderungen an Fremdkörperkontrollen auf HACCP-Basis sind:

BRCGS – Risiken für Verunreinigungen werden bei der Gefahrenanalyse (2.7.2), der dokumentierten Risikobeurteilung (3.5.1.1) sowie der Beurteilung des Wartungsprogramms für Ausrüstung (4.7.2) und Reinigungsprotokolle (4.11.3) berücksichtigt. Zugleich enthält der BRCGS-Standard ein komplettes Kapitel mit Beschreibungen zum effizienten Einsatz von Systemen zur Identifikation und dem Ausschluss von Fremdkörpern (4.10)

IFS – Beschrieben wird das Fremdkörpermanagement in Abschnitt 4.12 und gilt als "Knock-out"-Anforderung. Im Falle der Nichterfüllung ist eine Zertifizierung nicht möglich. Im IFS Leitfaden fußt ein gutes Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle auf sechs Aspekten: Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsmanagement, Ressourcenmanagement, Lebensmittelsicherheit, Verantwortung der Unternehmensführung, Planung und Produktionsprozess sowie laufende Messungen, Analysen und Verbesserungen

Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und ihre Unterschiede

Methoden zur Identifikation von Verunreinigungen in Lebensmitteln

Zusätzlich zu den Protokollen und Technologien zur Vermeidung von Verunreinigungen, muss das Fremdkörpermanagement auf HACCP-Basis auch über Methoden zur Identifikation von Kontaminationen verfügen. Fremdkörperdetektionssysteme dienen als Kontrollmechanismus an kritischen Lenkungspunkten in der Lebensmittelproduktion. Die drei gängigsten Arten solcher Geräte sind:

  • Metalldetektoren und -separatoren – Um sowohl eisenhaltige als auch nicht-eisenhaltige Metalle in Lebensmitteln zu identifizieren und diese zuverlässig aus dem Prozessablauf auszuschließen, werden Metalldetektoren eingesetzt. Sie reduzieren das Risiko von Verunreinigungen durch Geräteverschleiß und andere Ursachen. Für Produkte, die über eine hohe Leitfähigkeit verfügen beziehungsweise dem sogenannten „Produkt-Effekt“ unterliegen, zeigen sich herkömmliche Metalldetektoren oft nicht ausreichend. Metalldetektion mit künstlicher Intelligenz bietet unter diesen Umständen noch besseren Schutz
  • Röntgeninspektionssysteme – Mit Systemen zur Röntgeninspektion lassen sich jegliche Fremdkörper identifizieren, deren Dichte höher ist als jene der Lebensmittel: einschließlich Knochensplitter, Metalle, Glas, Kunststoffe und mehr
  • MagnetsystemeMagnetseparatoren werden entlang der Produktionslinie positioniert, um magnetische Metallpartikel in Materialströmen aufzufangen

Diese Technologien zur Fremdkörpererkennung sind meist mit einem Auswurfsystem ausgestattet, welches das verunreinigte Produkt zuverlässig aus dem Produktionsprozess entfernt.

Zudem sind fortschrittliche Technologien mit Softwarelösungen ausgestattet, die Daten über untersuchte Chargen und identifizierte Verunreinigungen aufzeichnen und speichern. Dies erleichtert die Rückverfolgbarkeit sowie eine detaillierte Dokumentation, um die Wirksamkeit des Fremdkörpermanagements zu beurteilen.

Im Sinne einer jederzeit zuverlässigen Funktionsweise, setzen die wichtigsten Standards für Lebensmittelsicherheit zudem eine regelmäßige Wartung und Kalibrierung der Detektionssysteme voraus.

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Die Vorteile eines effektiven Fremdkörpermanagements

Ein zuverlässiges Qualitätsmanagement zur Fremdkörperkontrolle ist für die Gesundheit des Endverbrauchers von entscheidender Bedeutung. Doch auch für Lebensmittelhersteller selbst ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Zertifizierungen, die Zugang zu lukrativen Märkten schaffen – Um eine Zertifizierung von international anerkannten Standards wie IFS und BRCGS zu erhalten, bedarf es eines durchdachten und zuverlässigen Fremdkörpermanagements. Zertifizierungen durch Dritte werden immer mehr zu einer Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen mit großen Produzenten, Distributoren und Einzelhändlern: sowohl im Ausland als auch im Inland. Ohne adäquate Fremdkörperkontrollen zur Erfüllung von Compliance-Standards laufen Lebensmittelhersteller Gefahr, von lukrativen Märkten ausgeschlossen zu werden oder diese an Wettbewerber zu verlieren
  • Höhere Produktivität - Die Implementierung modernster Technologien zur Identifizierung von Verunreinigungen reduziert den Zeit- und Ressourcenaufwand für manuelle Inspektionen, die Entnahme von Proben und Dokumentationen drastisch. Schnell, genau und zuverlässig arbeitende Detektionssysteme sichern Ihren Produktionsprozess ohne großen zusätzlichen Ressourcenaufwand
  • Weniger Kosten – Verunreinigungen frühzeitig und zuverlässig zu erkennen spart Kosten, die mit einer langwierigen Untersuchung etwaiger Quellen verbunden sind. Zudem können unentdeckte Fremdkörper zu Beschädigungen an Anlagen sowie zu Kreuzkontaminationen führen. Die Folge sind kostspielige Reparaturen und eine höhere Lebensmittelverschwendung
  • Reduziert das Risiko eines Rückrufs – Wird kein effektives Fremdkörpermanagement implementiert, landen verunreinigte Lebensmittel beim Endverbraucher. Die mit einem Produktrückruf verbundenen direkten, sofort messbare Kosten von durchschnittlich bis zu 10 Millionen US-Dollar (~8 Mio. €) können die Existenz eines Unternehmens maßgeblich bedrohen. Mehr noch: Ein großer Imageschaden entsteht. Zudem verursachen Rückrufaktionen Störungen im Betriebsablauf und führen häufig zu einer großen Menge an verschwendeten Lebensmitteln.

Fazit: Fremdkörpermanagement schützt Verbraucher und Ihre Marke

Für Unternehmen der Lebensmittelindustrie sollten stets die Gesundheit und Sicherheit des Endverbrauchers im Mittelpunkt stehen. Dieses Engagement bedarf der Implementierung und Durchführung validierter Prozesse zur Wahrung der Lebensmittelsicherheit, einschließlich Fremdkörperkontrollen. Aber ein effizientes Fremdkörpermanagement ermöglicht mehr als nur den Schutz des Konsumenten. Mit einer funktionierenden Kombination zwischen innovativer Technologie und durchdachten Verfahren sinken die Risiken einer Verunreinigung, damit einhergehende Unkosten sowie die Lebensmittelverschwendung. Und auch das Image Ihres Unternehmens wird es Ihnen danken.


Wie Künstliche Intelligenz zu nachhaltiger und profitabler Lebensmittelverarbeitung beiträgt

Trotz unterschiedlicher zur Verfügung stehender Fremdkörperdetektionstechnologien können bestimmte Lebensmittel mit herkömmlichen Methoden nicht optimal untersucht werden. Der Grund: Manche Lebensmittel weisen einen starken Produkteffekt auf, der die Metalldetektion erschwert. Um dies auszugleichen, wird häufig die Empfindlichkeit des Metalldetektors erhöht, was jedoch wiederum zu vielen Fehlauslösungen und Produktionsverlusten führt.
Dieses Whitepaper erklärt das Problem des Produkteffekts und zeigt, warum Künstliche Intelligenz eine innovative und vielversprechende Lösung dafür darstellt.

 

Smarte Systemlösungen für die nächste Generation der Elektromobilität

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White Paper und Checkliste: Worauf es bei der Auswahl von Stromversorgungs- und Antriebslösungen für Elektroroller und Motorräder ankommt

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Elektro-Zweiräder entwickeln sich zum Multi-Milliarden-Markt

Systemanbieter im E-Mobility-Bereich liefern sämtliche Komponenten, die für einen modernen elektrischen Antriebsstrang benötigt werden, aus einer Hand. Neben den Hardware-Komponenten gehört zum Angebot eines Systempartners auch die zugehörige Steuerungs- und Service-Software.

Vor allem innovative Startups und etablierte Anbieter, die einen schnellen Go-to-Market anstreben, setzen auf das Konzept Systempartnerschaft, um einen Entwicklungsvorsprung zu erzielen und mithilfe von flexiblen Antriebs und
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Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Der Ruf nach einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft wird lauter – in der Gesellschaft ebenso wie in der Politik...

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Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Aktuelle Einflussfaktoren auf den Recyclingkreislauf

Im März 2020 stellte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius einen neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vor. Als einer der wichtigsten Bausteine des europäischen Green Deals enthält dieser Maßnahmen, die sich über den gesamten Lebenszyklus von Produkten erstrecken. So sollen neue Produkte künftig explizit im Sinne einer zirkulären Wirtschaft designt werden. Ziel des Ganzen: die Haltbarkeit, Nachrüstbarkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Produkten zu verbessern sowie den Anteil von Rezyklaten in neuen Produkten zu erhöhen. So sollen bis 2030 sämtliche in der EU hergestellte Verpackungen zu 100% wiederverwendbar oder recycelbar sein.

Auch in der Gesellschaft ist aktuell ein starker Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu beobachten. 68 Prozent der deutschen Bevölkerung würden grundsätzlich mehr bezahlen, wenn ein Produkt der Umwelt nachweislich keinen Schaden zufügt, so das Ergebnis einer Befragung von 2.500 Konsumentinnen und Konsumenten Anfang 2020 durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).

Dieses in der Politik und Gesellschaft wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Kreislaufführung von Rohstoffen trifft in der Recyclingindustrie auf Zustimmung. Der VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik sieht gerade bei der Wiederverwendung von Kunststoffen ein enormes Potenzial. So könne bereits heute modernste Recyclingtechnologie einen großen Anteil der in Deutschland verarbeiteten 14,4 Millionen Tonnen an Kunststoffen recyceln – ein relevanter Beitrag für den Klimaschutz, würden doch beim Einsatz einer Tonne rezyklierten Kunststoffs zwischen 1,45 und 3,2 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart. Problem des Ganzen: Der Absatzmarkt für die Rezyklate fehlt.

Rezyklat vs. Virgin – eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Durch die Ende 2020 sehr geringe Nachfrage nach Rohöl ist der Preis für neue Kunststoffe extrem gesunken. Die Folge: Verpackungshersteller setzen vermehrt Virgin-Kunststoffe ein und nutzen weniger recyceltes Material. Dieser Effekt wird zusätzlich verstärkt durch die höheren Preise von Rezyklaten, denen oft aufwändige Verwertungsprozesse zugrunde liegen. Um nämlich Rezyklat profitabel herstellen und zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können, sind Recycler auf modernste Technologie angewiesen. Darüber hinaus hängt die Profitabilität des Rezyklats maßgeblich vom Inputmaterial ab. Je hochwertiger und sortenreiner dieses ist, desto wirtschaftlicher ist der Aufbereitungsprozess. Und nur wenn Qualität und Preis des Rezyklats mit Neuware vergleichbar sind, entscheiden sich Hersteller für dessen Einsatz.

Die Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Abfall- und Recyclingtechnik Dr. Sarah Brückner ist sich sicher: „Ein Markt für Sekundärrohstoffe und damit auch eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft lassen sich ohne den richtigen Rechtsrahmen nicht dauerhaft etablieren.“  

EU-Plastikabgabe – die Lösung?

Eine mögliche Lösung zur Rettung der Rezyklatmärkte sieht die EU in der im Juli 2020 verabschiedeten Plastiksteuer. Diese Abgabe in Höhe von 80 Cent je Kilogramm fällt seit dem 1. Januar 2021 auf alle nicht recyclebaren Abfälle aus Kunststoff an – und soll einen Anreiz für die EU-Staaten schaffen, weniger „schmutziges“ Plastik in Umlauf zu bringen. Vor allem für Deutschland eine große Umstellung, gilt es doch, wie aus dem „Plastikatlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung hervorgeht, als größter Plastikproduzent und -verarbeiter Europas.

Problem der Plastiksteuer: Die Abgabe für Plastikmüll geht zulasten der Steuerzahler, nicht zulasten der Verpackungsindustrie, die das Plastik in Umlauf bringt. Viola Wohlgemuth, bei Greenpeace zuständig für die Themen Konsum, Textilien und Plastik, sieht die Steuer mit kritischen Augen. Laut einem Spiegel-Artikel ist sie der Ansicht, die Plastiksteuer müsse, um eine echte Lenkungswirkung zu entfalten, bereits auf die Produktverpackungen aufgeschlagen werden, sobald sie auf den Markt kommen.

 

Der Rezyklatanteil muss erhöht werden. Aber wie?

Eine sichere Marktverfügbarkeit an Rezyklaten könnte den Bedarf an Primärrohstoffen in Zukunft reduzieren. Um dies zu erreichen, müssen jedoch Recycler, Hersteller und Verbraucher Hand in Hand arbeiten.

Abfallsammlung und Recycling optimieren

Abfallsammelsysteme stellen einen wesentlichen ersten Schritt in jedem Abfallwirtschaftsprozess dar und spielen eine zentrale Rolle für dessen Gesamtleistung. In Europa gibt es eine Vielzahl an Systemen zur Sammlung von Haushaltsmüll. Heute bietet die explizite Sammlung von Verpackungen und anderen Haushaltsgütern, die hauptsächlich aus Kunststoff, Aluminium, Papier und Glas bestehen, eine attraktive Lösung zur Maximierung der recycelten Abfallmenge. Damit jedoch das Recycling von Verpackungsabfällen auch tatsächlich erfolgen kann, sind neben den Herstellern auch die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt. Die Grundvoraussetzung der Abfallaufbereitung ist eine sortenreine Trennung. Nur wenn wir unsere Verpackungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen, können diese ins Recycling gelangen.

 

 

Doch es gibt noch ein weiteres Problem: Bestehen Verpackungen aus mehreren Materialschichten bzw. einer Kombination aus Materialien, die nach Gebrauch nicht getrennt werden können, ist der Recyclingaufwand wesentlich höher. Teilweise bestehen sie aus fest verklebten Verbindungen mehrerer Kunststoffarten. In diesem Fall werden sie in der Sortieranlage meist einer Materialfraktion zugeschlagen, was die Sortenreinheit mindert.

Die steigende Nachfrage nach Rezyklaten, vor allem PET-Rezyklaten, für Kunststoffverpackungen birgt zudem die Gefahr, dass in Zukunft nicht genügend Sekundärrohstoffe in geeigneter Qualität zur Verfügung stehen. Seit langem bestehen in Deutschland die Getränkeflaschen bereits zu knapp 30 Prozent aus recyceltem PET. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. sieht jedoch den PET-Getränkeflaschenmarkt in Gefahr. „Nur wenige Länder in Europa verfügen bislang über ein so effektives Pfandsystem für PET-Getränkeflaschen wie Deutschland“, so Dr. Isabell Schmidt, IK Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft.

Um eine ausreichende Versorgung der Branche mit Recycling-Rohstoffen sicherzustellen, müsse die getrennte Sammlung sowie das Recycling von PET-Getränkeflaschen in der gesamten EU massiv ausgebaut werden. Andernfalls drohe für PET-Getränkeflaschen ein Vermarktungsverbot. Um dies zu verhindern, setzt sich die IK für den Aufbau einer europäischen Marktbeobachtungsstelle ein, die vor allem die Verfügbarkeit von PET-Rezyklat in Lebensmittelkontaktqualität im Auge behalten soll. Sofern Recycling-Rohstoffe nicht mehr in den erforderlichen Mengen und Qualitäten zu annehmbaren Preisen verfügbar seien, sollten die EU-Vorgaben für den Einsatz von Rezyklat ausgesetzt werden, so Dr. Schmidt.

Herausforderung für die Kunststoffhersteller und -verarbeiter: Hochwertiges Rezyklat dank innovativer Technologien

Die wichtigste Voraussetzung, um qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe herstellen zu können, ist sortenreines Material. Zugekauftes Rezyklat verschiedener Hersteller enthält häufig Verunreinigungen. Das kann viele Ursachen haben. Werden beispielsweise die unterschiedlichen Materialien beim Kunststoffrecyclingprozess nicht richtig erkannt, getrennt und sortiert, gelangen sie vermischt und in zerkleinerter Form weiter in das Rezyklat. Wird dieses verunreinigte Rezyklat weiterverarbeitet, leidet die Produktqualität und es kommt zu Reklamationen. Farbabweichungen durch Fehlfarben im Rezyklat können ein weiterer Reklamationsgrund sein. Die häufigste Verunreinigung im Rezyklat sind Metallpartikel. Bleiben diese unentdeckt, können Sie zu Maschinenschäden führen und die Produktionseffizienz erheblich minimieren.

Die Lösung sind sensorbasierte Materialanalysesysteme und Sortiergeräte, die präzise nach Form, Farbe und Materialart sortieren können. Metallseparatoren können darüber hinaus selbst feinste Metallpartikel im Rezyklat zuverlässig erkennen und ausschleusen. So ist es möglich, aus minderwertigem Ausgangsmaterial Rezyklat mit Reinheiten von bis zu 99 Prozent zu gewinnen.

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Design for Recycling

Die Politik reagiert auf diese Herausforderung mit ambitionierten Vorgaben in der Gesetzgebung, beispielsweise im Verpackungsgesetz. Hersteller haben in Zukunft mit Blick auf die ganzheitliche und nachhaltige Produktentwicklung eine neue Herausforderung beim Produktdesign. Sämtliche Produkte sollen künftig so designt und hergestellt werden, dass die Verpackungen nach dem Gebrauch entweder weiterverwendet und recycelt werden können oder aber aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, so die Forderung der EU-Kommission.

Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn es können nur recyclefähige Produkte hergestellt werden, wenn es ausreichend Sekundärrohstoffe gibt. Und nur, wenn ausreichend Sekundärrohstoffe zu erschwinglichen Preisen verfügbar sind, können Hersteller profitabel arbeiten.

 

Fazit

Der Wunsch, den Kreislauf zu schließen, ist sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik groß. Die EU hat die grundsätzliche Richtung vorgegeben und erste Gesetze erlassen, es fehlt jedoch noch an einem rechtlich ausgereiften Konzept, um die ambitionierten Klimaschutzziele tatsächlich zu erreichen und den Kreislauf vollends zu schließen. Doch eines ist sicher: Bis dies soweit ist, muss die Bereitschaft eines jeden vorhanden sein, seinen aktiven Beitrag zu leisten – vom Hersteller und Verarbeiter über die Konsumenten bis hin zu den Recyclingfirmen. Diese Bereitschaft wird jedoch nur gegeben sein, wenn alle Beteiligten ein gewisses Maß an Planungssicherheit haben. Denn nur dann sind sie in der Lage, profitabel zu arbeiten.


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